Hannovers Trainer vor dem Heimspiel gegen Fürth

Slomka warnt vor Euphorie: "Haben nicht an der Anfield Road gewonnen"

Zurück im Team: Mirko Slomka (re.) kann wieder auf Hendrik Weydandt bauen.

Zurück im Team: Mirko Slomka (re.) kann wieder auf Hendrik Weydandt bauen. imago images

Nach dem schwachen Saisonstart mit nur einem Punkt aus zwei Spielen und dem Erstrundenaus im DFB-Pokal überzeugten die Niedersachsen am vergangenen Wochenende beim 3:0 in Wiesbaden. Slomka erkannte einige Dinge, die sein Team gut gemacht habe, warnt aber zugleich auf der Pressekonferenz: "Wir sollten auf dem Teppich bleiben. Wir haben jetzt nicht an der Anfield Road gewonnen, sondern in Wiesbaden." In den deutlichen Erfolg solle nicht zu großer Fortschritt hereininterpretiert werden: "Es war ein dringend notwendiger Sieg, um dranzubleiben, aber kein Sieg, der uns auf eine andere Ebene hievt."

Weydandt ist wieder am Start

Damit dies den 96ern künftig gelingt, hat der Verein personell noch einmal doppelt nachgelegt. Vom 1. FC Köln lieh Hannover Außenverteidiger Jannes Horn für ein Jahr aus, dazu kommt Stürmer Emil Hansson von Feyenoord Rotterdam, der einen Dreijahresvertrag unterschrieb. "Beide sind eine sehr gute Verstärkung für unsere Mannschaft, sie erweitern unsere Optionen - taktisch und personell sowieso", ordnete Slomka die Verpflichtungen ein. Deutschland-Novize Hansson charakterisierte der Trainer als Unterschiedsspieler, der "unser Spiel auf eine besondere Art und Weise verändern kann, weil er wirklich schnell ist, ein extrem gutes Dribbling und schnelle Füße hat." Allerdings: "Dafür gibt es dann auf der anderen Seite Nachholbedarf, was Körperlichkeit angeht."

Keine Probleme hat - was die Robustheit betrifft - Weydandt. Der wuchtige Angreifer (195 cm, 94 kg) fehlte gegen Wiesbaden krankheitsbedingt, ist aber wieder einsatzbereit. Der 24-Jährige konnte am Mittwoch sogar einen Tag eher ins Mannschaftstraining einsteigen, als geplant. "Die Hühnersuppe seiner Mama hat Gutes bewirkt", erklärte Slomka die schnelle Genesung.

Jonathas bekommt Zeit

Von der Hoffnung auf eine zeitnahe Rückkehr muss sich ein anderer Angreifer derweil verabschieden. Jonathas, der immer wieder mit muskulären Problemen zu kämpfen hat, soll sich in aller Ruhe wieder in eine Wettkampfverfassung bringen. "Da haben wir uns jetzt gemeinsam mit ihm entschieden, dass wir insgesamt vier Wochen mit ihm arbeiten werden, um ihn erst danach ans Mannschaftstraining heranzuführen", sagte Slomka. "Er ist keine 20 mehr, sondern 30. Da muss man hier und da eine Phase weglassen. Manchmal ist weniger mehr." Ebenfalls gegen Fürth fehlen werden weiterhin Sebastian Jung (Adduktorenzerrung) und Niklas Tarnat (Kniegelenksprellung), der sich aber "auf einem guten Weg" befinde.

Slomka will Fürths Offensive Grenzen aufzeigen

Die mit zwei Ligasiegen in Folge formstarken Fürther möchte Slomka stoppen, indem Hannover den Mittelfranken "möglichst wenig Raum gibt, ihnen Grenzen aufzeigt". Fokus legt er dabei auf die Angriffsabteilung der Kleeblättler: "Es geht darum, die Offensivkraft, die Fürth durchaus hat mit Keita-Ruel, Green und Hgrota, zu entschärfen. Das ist das Thema."

mxb

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