Isländer steht vor dem Comeback

Finnbogason: "Ich bin hier noch nicht fertig"

Alfred Finnbogason

Hofft auf einen Einsatz gegen Union Berlin: Augsburgs Alfred Finnbogason. imago images

Mitte April wurde Finnbogason nach einem Sehnenanriss in der Wade operiert, im Sommer kämpfte er sich durch die Reha. Beim 1:5 gegen Dortmund stand der Angreifer noch nicht im Kader, gegen Union könnte er wieder eine Option sein. Am Dienstag sprach Finnbogason über...

...seine Fitness: Mir geht es ganz gut, ich habe die letzten drei Wochen voll mit der Mannschaft trainiert. Am Wochenende haben wir hart gearbeitet, das habe ich am Dienstag gespürt und deshalb weniger gemacht. Aber es läuft alles wie geplant Richtung Wochenende. Das Spiel gegen Union ist immer mein Ziel gewesen, es bleibt realistisch. Wenn die Woche gut läuft, ist das eine Option.

...das Vertrauen in seinen Körper nach vielen Verletzungen: Natürlich stellt man sich diese Frage ab und zu, aber es bringt nichts. Ich habe mir am Tag nach der OP gesagt, dass ich nach vorne schaue. Nach einer Reha bin ich immer ganz gut zurückgekommen, das war die ganze Zeit mein Ziel.

...seine Vertragsverlängerung bis 2022: Natürlich muss man die gesamte Situation anschauen. Ich habe mich und meinen Körper sehr oft für diesen Verein geopfert, für verschiedene Trainer, die nicht mehr da sind. Auf der anderen Seite hat mich der FCA während und nach den Verletzungen unterstützt. Das ist ein Zusammenspiel. Ich will etwas zurückgeben.

...seine Hoffnung, dass er nun verletzungsfrei bleibt: Die ganze letzte Saison ging es nur um das nächste Spiel. Aber so kann es nicht durch eine ganze Saison gehen. Jetzt hatte ich Zeit, um an meinem Körper, an meinen Schwachstellen zu arbeiten, mit Aufbau- und Krafttraining. Deshalb habe ich mir jetzt die Zeit genommen und war gegen Dortmund nicht dabei. Ich will wieder auf dem Platz stehen, wenn ich mich gut fühle. Nicht, wenn jemand mich braucht.

...den Druck, schnell wieder zu spielen: Im Profifußball hat man nie Zeit, es geht immer um das nächste Spiel. Es gab Phasen, in denen es schwierig war, ich aber trotzdem gespielt habe. Aber ich bin auch daran schuld, nicht nur die Ärzte oder der Verein. Alle haben Fehler gemacht. Jetzt will ich das korrigieren.

...seine Ziele in Augsburg: Ich bin hier noch nicht fertig, sondern möchte für die Ausfallzeiten etwas zurückzahlen. Ich habe noch in keiner Saison über 30 Spiele gemacht. Und natürlich war ich auch hier, als Augsburg gegen Liverpool gespielt hat. Ich werde jetzt keine Überschrift liefern - aber ich habe immer noch hohe Ziele mit dem FCA.

...seinen Traum von der Premier League: Im Moment schaue ich nicht so weit. Ich bin 30 und habe einen Dreijahresvertrag unterschrieben. Mein Fokus liegt zu hundert Prozent hier, alles andere wäre komisch. Aber im Fußball weiß man nie. Wir können vielleicht im Januar darüber reden, jetzt im Moment spielt es keine Rolle.

David Bernreuther