Liverpools Trainer spricht über seinen Ex-Spieler

Klopp über Coutinho: "Seit del Piero habe ich keinen wie ihn gesehen"

Jürgen Klopp (links) und Philippe Coutinho

Kennen sich aus gemeinsamen Tagen beim FC Liverpool: Trainer Jürgen Klopp (links) und Philippe Coutinho. imago images

Der Rekordmeister bekomme "einen fußballerisch sehr dominanten Spieler, der einer Mannschaft richtig weiterhilft, der sie prägen kann", so Klopp. "Selbstverständlich muss es sich einspielen, das wird also nicht vom ersten Tag an so sein. Aber vom ersten Tag an bekommen sie einen ganz tollen Kicker."

Und einen variabel einsetzbaren. "Seine Lieblingsposition Zehn hat er bei uns relativ selten gespielt, er kann eine tolle Acht spielen und einen ganz tollen linken Flügel", erklärt der 52-Jährige, weil er "bärenstark in kleinen Räumen, aber auch absolut schnell genug für große Räume" sei.

Zudem habe der 27-Jährige "ein herausragendes Auge für die Situation". Und einen starken Abschluss - insbesondere aus der zweiten Reihe. "Seit Alessandro del Piero (zwischen 1993- und 2012 bei Juventus; Anm.d.Red.), der die Bälle aus ähnlichen Positionen in den Winkel gefeuert hat, habe ich keinen mehr gesehen, der das auf die gleiche Art und Weise in dieser Häufigkeit macht, in Abschlussaktionen von links nach innen ziehend."

Philippe Coutinho

Trainiert bereits fleißig an der Säbener Straße - und könnte auf Schalke spielen: Bayern-Neuzugang Philippe Coutinho. imago images

Nun müssten die Münchner ihren für 8,5 Millionen Euro vom FC Barcelona ausgeliehenen Offensivkünstler nur noch entsprechend auf das System und die Taktik abstimmen. "Die Bayern brauchen ihn, die Bayern wollen ihn", sagt Klopp. "Jetzt müssen sie ihn so integrieren und behandeln, dass sie auch das volle Paket kriegen. Und dann hat die Bundesliga einen echten Topspieler hinzubekommen."

Im Titelthema der kicker-Donnerstagsausgabe lesen Sie neben den Aussagen von Jürgen Klopp, wie Coutinho das Spiel der Bayern verändern wird, was ihn auszeichnet, welche Auswirkungen sein Dasein auf den Rest des Teams hat, inwiefern Trainer Niko Kovac umdenken und wie sehr Thomas Müller zittern muss.

GH/JJ

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