Große Mehrheit für Peters - Erfolg für kleine Klubs

DFL-Präsidium komplett - BVB nicht mehr vertreten

Christian Seifert und Reinhard Rauball am Mittwoch in Berlin

Christian Seifert und Reinhard Rauball am Mittwoch in Berlin. picture alliance

Zum 1. Stellvertretenden Sprecher des neuen DFL-Präsidiums wurde am Mittwoch Peter Peters gewählt. Der Finanzchef des FC Schalke 04 erhielt bei der DFL-Generalversammlung 34 von 36 Stimmen.

Insgesamt zählt das Präsidium, das für die nächsten drei Jahre gewählt wurde, neun Mitglieder. An der Spitze steht DFL-Geschäftsführer Christian Seifert, der als "Sprecher des Präsidiums" fungiert. Peters wird künftig qua Satzung auch Aufsichtsratschef der DFL GmbH sein. Neben Seifert und Peters gehören dem Gremium künftig auch DFL-Direktor Ansgar Schwenken, Oliver Leki (SC Freiburg) als 2. Stellvertretender Sprecher sowie Steffen Schneekloth (Holstein Kiel) als 3. Stellvertretender Sprecher an.

Watzke und Meeske ziehen zurück - St. Pauli dabei

Die Bundesliga schickte als ihre Vertreter Christian Dreesen (Bayern München) und Alexander Wehrle (1. FC Köln) in das Präsidium, die 2. Liga Rüdiger Fritsch (Darmstadt 98) und Oke Göttlich (FC St. Pauli). Schon vorher war durchgesickert, dass Hans-Joachim Watzke (Borussia Dortmund) und Michael Meeske (VfL Wolfsburg) ihre Kandidatur zurückgezogen haben.

Der BVB ist damit nach dem Rückzug von Ligapräsident Reinhard Rauball nicht mehr in dem Gremium vertreten, das maßgeblich über die Geschäfte der Interessenvertretung der 36 Profiklubs entscheidet. Unter anderem wird auch über den Verteilungsschlüssel der TV-Gelder entschieden. Hier könnte es durch das Wahlergebnis künftig zu einer Verschiebung zugunsten der kleineren Klubs kommen.

Seifert warnt vor Machtkämpfen - Langer Applaus für Ehrenpräsident Rauball

Seifert warnte in seiner Rede vor der Wahl vor Machtkämpfen zwischen Erst- und Zweitligisten und forderte Geschlossenheit ein. Rauball, der zum Abschied minutenlange Standing Ovations erhielt, betonte, dass bei allen Unterschieden zwischen "Ligen, Klubs und DFB" die Einheit "nie zur Diskussion" stehe. Der 72-Jährige wurde nach zwölf Jahren als Ligapräsident zum Ehrenpräsidenten ernannt, der ebenfalls aus dem Amt scheidende stellvertretende Vorsitzende Helmut Hack zum Ehrenangehörigen der DFL.

Dreesen wählten die Klubs auch zum Vorsitzenden des Lizenzierungsausschusses, sein Stellvertreter wurde Oliver Frankenbach (Eintracht Frankfurt). Weitere Mitglieder des Lizenzierungsausschusses sind Dr. Jan Lehmann (1. FSV Mainz 05) und Thomas Treß (Borussia Dortmund) sowie Dr. Thomas Pröckl (SV Wehen Wiesbaden) und Holger Schwiewagner (SpVgg Greuther Fürth).

In den Aufsichtsrat der DFL GmbH wählten die Klubs Stephan Schippers (Borussia Mönchengladbach), Jürgen Machmeier (SV Sandhausen), Bernd Hoffmann (Hamburger SV) und Ingo Schiller (Hertha BSC). Zum Vorsitzenden des Ständigen Schiedsgerichtes wurde Udo Steiner benannt, sein Vertreter ist Klaus Vieweg.

kon/sid/dpa