Augsburgs Neuzugang fühlt sich bereit für Union

Lichtsteiner: "So etwas habe ich noch nie gemacht"

Stephan Lichtsteiner

Prominenter Neuzugang beim FCA: Stephan Lichtsteiner. imago images

Lazio Rom, Juventus Turin, FC Arsenal - und jetzt FC Augsburg. Es ist durchaus bemerkenswert, dass ein Spieler nach solch klangvollen Stationen beim kleinen FCA aufschlägt. Am Montag unterschrieb der 35-Jährige einen Einjahresvertrag, nach dem ersten Training mit den neuen Kollegen am Dienstag erklärte er seinen Entschluss. "Im Leben warten immer spezielle Herausforderungen auf einen. So etwas habe ich noch nie gemacht", sagte Lichtsteiner. "Augsburg ist ein sehr interessanter Klub, ich möchte noch einmal regelmäßig spielen. Wenn du mit 35 in einen Top-Klub kommst, ist die Luft dünn."

In Augsburg hat der Rechtsverteidiger das Ziel, noch einmal Stammkraft zu werden. Er soll und will die zuletzt wackelige Abwehr durch seine Erfahrung und seine Klasse stabilisieren. Statt um die Meisterschaft oder um die Champions League geht es für den Schweizer nun gegen den Abstieg. Eine ungewohnte Aufgabe, die ihn im Spätherbst seiner Karriere reizt.

Seit Juli war Lichtsteiner vereinslos, er hielt sich aber individuell und gemeinsam mit früheren Weggefährten fit - und fühlt sich bereit für einen Einsatz gegen Union am Samstag (15.30 Uhr). "Konditionell sollte ich auf einem guten Stand sein, am Ball habe ich auch viel trainiert. Ich sollte fit sein", sagt Lichtsteiner. An der Abstimmung mit den neuen Mitspielern will er in den vier verbleibenden Trainingseinheiten bis Samstag feilen.

Bei Dauerregen ließ FCA-Coach Martin Schmidt am Dienstag eine neu formierte Viererkette gemeinsam üben: Rechts Lichtsteiner, halbrechts der für ein Jahr aus Leverkusen geliehene Tin Jedvaj, halblinks Rani Khedira, links Mads Pedersen. Gut möglich, dass sich diese Formation für die Partie gegen Union einspielen soll.

David Bernreuther