VfL bejubelt verdienten 4:0-Sieg über Darmstadt

Osnabrück Dritter: "Wollen nicht nur gegen den Abstieg spielen"

Jubeltraube in Lila: Der VfL Osnabrück begeisterte am Montagabend beim 4:0 gegen den SV Darmstadt 98.

Jubeltraube in Lila: Der VfL Osnabrück begeisterte am Montagabend beim 4:0 gegen den SV Darmstadt 98. imago images

Man konnte auf die Idee kommen, es sei ein einstudierter Spielzug gewesen: wie Kevin Wolze andribbelte, wie er den Ball aus dem Mittelfeld an den gegnerischen Strafraum spielte, wie er durchstartete, wie er die Kugel über die Stationen Marc Heider und Ulrich Taffertshofer wieder erhielt und wie er dann das Osnabrücker 2:0 erzielte. Das Tor, so schulbuchmäßig es auch daherkam - es entsprang der Intuition. An einem Abend, an dem den Lila-Weißen nahezu alles gelang.

"Auch wenn es ein bisschen hochtrabend klingt", sagte VfL-Coach Daniel Thioune nach dem Montagspiel gegen Darmstadt am "Sky"-Mikrofon, "4:0 geht völlig in Ordnung." Und das ging es tatsächlich.

Wie stabil der Aufsteiger in der Defensive war, wie leidenschaftlich er die Zweikämpfe bestritt, welche Wucht er in der Offensive entwickelte, wie geradlinig er spielte, das war aller Ehren wert - und eine Nummer zu groß für Darmstadt. Selbst SVD-Trainer Dimitrios Grammozis räumte offen ein, das Resultat sei auch in dieser Höhe "total in Ordnung". Was sollte er auch anderes sagen? Der Osnabrücker Auftritt ließ keinen Raum für unterschiedliche Meinungen.

"Es ist auf jeden Fall mehr drin" - mehr als der Klassenerhalt

"Es war ein überragender Fußballabend für uns", sagte Linksverteidiger Wolze und bezeichnete Rang drei als "schöne Momentaufnahme". Forschere Töne schlugen seine Mitspieler an. So meinte etwa Etienne Amenyido, wie Wolze einer der Torschützen: "Es ist auf jeden Fall mehr drin." Mehr, als nur der Klassenerhalt. Auch Anas Ouahim betonte: "Wir wollen nicht nur gegen den Abstieg spielen."

Die Mannschaft, so Ouahim, wisse zwar, wie der gelungene Saisonstart einzuordnen sei, er fand aber auch: "Wir brauchen uns nicht kleinzureden." Schließlich haben die Lila-Weißen gegen Darmstadt eindrucksvoll gezeigt, wozu sie imstande sind. Und wenn sie das auch am Sonntag zeigen, könnte es für den 1. FC Nürnberg ein unangenehmer Nachmittag werden.

lei

Das sind die Neuzugänge der Zweitligisten