Kein eSportler bei der Borussia

BVB erteilt eSport erneute Absage

"Wir sind ein Fußballverein": BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer. imago images

Borussia Dortmund hält sich weiter aus dem eSport heraus. Erneut hat der Bundesligist der Gründung eines eSport-Teams eine Absage erteilt. Der Vizemeister werde die Fußball-Simulation FIFA nicht "in die aktive Abteilung des BVB eingliedern", sagte Geschäftsführer Carsten Cramer bei der SPOBIS Gaming und Media in Köln.

Die Dortmunder sind offizieller Videospielpartner des Konsolenklassikers FIFA 19, man habe dadurch auch viele gemeinsame virtuelle Fußball-Aktivitäten. "Was mit dem Transfer von realem zu virtuellem Fußball zu tun hat, ist in Ordnung", sagte Cramer dem SID, "aber es geht nicht darum, dass wir in Trikots von Borussia Dortmund möglichst viele eSports-Aktivitäten entwickeln."

Ganz raus ist man in Dortmund also weiterhin nicht und hält mit der FIFA-Partnerschaft zumindest einen Fuß in der Tür. Allerdings dürfte damit auch jegliches Engagement in Sachen Virtual Bundesliga vom Tisch sein. Zuletzt hatten wir zudem darüber spekuliert, dass Dortmund ein möglicher neuer Arbeitgeber des FIFA-Weltmeister Mohammed 'MoAuba' Harkous sein könnte. Ohne eine aktive Abteilung wird der Verein aber kaum Spieler verpflichten.

Der Verein bleibt damit bei seinem Kurs: 2017 sagte Cramer ebenfalls bei der SPOBIS: "Wir werden trotz vieler Überlegungen und ohne Ignoranz für das Thema nicht in eSport investieren. Wir sind ein Fußballverein." Zuvor hatte BVB-Geschäftsführer Watzke verlauten lassen, er finde eSport "komplett scheiße".

Holm Kräusche/SID

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