Barça verbessert Angebot für Neymar

Verpatzter Auftakt: Kritik und Spott für Griezmann & Co.

In Bilbao wirkungslos: Neu-Katalane Antoine Griezmann.

In Bilbao wirkungslos: Neu-Katalane Antoine Griezmann. imago images

In Barcelona kann man ihn nicht mehr hören. Doch natürlich fiel er wieder, dieser Neologismus, den die spanischen Medien immer wieder gerne bemühen, wenn er sich denn anbietet: die "Messidependencia", sprich die "Abhängigkeit von Messi". Der Superstar fehlte im Baskenland wegen einer Zerrung. Bitter für Barça, aber eben auch die Gelegenheit für all die Griezmanns, Dembelés und und de Jongs, sich ins Rampenlicht zu spielen. Es gelang keinem von ihnen.

Vor allem von 120-Millionen-Einkauf Griezmann erwarteten sich die Katalanen viel - doch es kam wenig. "Er versuchte, gefährlich zu wirken", spottete die Zeitung "Sport" über den Franzosen. Die "Mundo Deportivo" befand, Griezmann habe sich mit keinem einzigen seiner Mitspieler wirklich verstanden.

Nur Eingewöhnungsschwierigkeiten? Oder lag es an der Systemumstellung? Bei Atletico spielte Griezmann als Stürmer in einem 4-2-2-2-System, in Bilbao begann er im Barça-4-3-3 als linker Außenstürmer. Nach der verletzungsbedingten Auswechslung von Luis Suarez (37.), der wohl länger ausfällt, wechselte er ins Sturmzentrum. "Als Linksfuß spielt man auf der linken Seite. So ist das", scherzte Valverde zunächst, um dann doch noch ernste Worte zu finden. "Antoine Griezmann ist sehr gefährlich im Strafraum, weil er seine Chancen hochprozentig nutzt. Er sorgt für Räume, muss aber dominanter werden. Wenn er auf der linken Seite spielt, wird er immer den Weg ins Zentrum suchen. Wichtiger ist aber, dass er mehr am Spiel teilnimmt."

Rafinha überzeugt, Dembelé enttäuscht

Das tat er weder auf links noch in der Mitte, allerdings wurde der durchaus bemühte Weltmeister auch nicht dementsprechend eingesetzt. Messi fehlte in der Tat an allen Ecken und Enden, vor allem als Einleiter gefährlicher Situationen. Seinen Job übernahm in Bilbao der für Suarez eingewechselte Rafinha - ausgerechnet. Der Mittelfeldspieler soll eigentlich abgeben werden. Philippe Coutinhos Abgang und Rafinhas überzeugender Auftritt könnten nun für ein Umdenken sorgen. Und sonst?

Bei Raul Garcia (#22) in guten Händen: Frenkie de Jong.

Bei Raul Garcia (#22) und Kollegen in guten Händen: Frenkie de Jong. imago images

Da wäre zum einen Ousmane Dembelé, der sogar einen noch schlimmeren Eindruck als Griezmann hinterließ. "Er erlebte einen fürchterlichen Abend in Bilbao", fällte die Marca ein vernichtendes Urteil. Zwar seien seine Qualitäten unumstritten, aber: "Dass er immer noch so viele Chancen erhält, ist nur mit der Höhe seiner Ablösesumme zu erklären." Auch Neuzugang Frenkie de Jong, der den Vorzug vor Urgestein Sergi Busquets erhalten hatte, wusste wie das gesamte Mittelfeld nicht zu gefallen. Athletic-Coach Gaizka Garitono wählte die gute alte Manndeckung als Mittel gegen den Niederländer, der 33-jährige Evergreen Raul Garcia heftete sich nur allzu gerne an die Fersen des 22-Jährigen. Auch Sergi Roberto und Eigengewächs Carles Alena (zur Pause für Ivan Rakitic ausgewechselt) nutzten ihre Chance nicht.

Spanische Medien berichten von neuem Neymar-Angebot

Panik bricht bei Barça wegen des verpatzten Auftakts freilich nicht aus, zumal Messi bald wieder mitwirken wird. Aber, und das wusste auch Valverde natürlich, "wir müssen lernen, damit umzugehen, wenn er nicht da ist". Das könnte in Zukunft durchaus häufiger vorkommen, Messi ist inzwischen 32 Jahre alt. Die Verletzungen und Erholungspausen werden zunehmen, genauso wie beim gleichaltrigen Suarez.

Wohl auch ein Grund, warum die Personalie Neymar bei Barça noch nicht ad acta gelegt worden ist. Am Montag hieß es in spanischen Medien, dass ein neues, verbessertes Angebot an Paris St. Germain herausgegangen sei. Fortsetzung folgt...

las

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