"Auf Dauer mehr als nur Joker"

Kohfeldt: Der Plan mit Füllkrug

Niclas Füllkrug

Kam im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf nur von der Bank: Werders Angreifer Niclas Füllkrug. imago images

Eigentlich wäre Füllkrug prädestiniert gewesen für einen Startelf-Einsatz gegen Fortuna Düsseldorf. Angesichts diszipliniert verteidigender und tiefstehender Gäste schienen die Strafraumpräsenz und Durchsetzungsfähigkeit des wuchtigen Mittelstürmers grundsätzlich höchst gefragt.

Nach seinem in der vergangenen Saison noch bei Hannover 96 erlittenen Knorpelschaden im Knie ist der 26-Jährige aber "noch nicht ganz so weit", beschied Trainer Florian Kohfeldt. Demnächst jedoch werde der 6,3-Millionen-Einkauf gewiss in der Anfangsformation auftauchen: "Der Grundplan ist, mit so einem Stürmer zu spielen", kündigt Kohfeldt an. "Und es wird nicht mehr lange dauern."

Füllkrug in Hoffenheim von Beginn an?

Schon in Hoffenheim könnte Füllkrug von Beginn an ran, obgleich am kommenden Samstag ein anderes Spiel zu erwarten ist als am vergangenen. "Wenn die Woche gut läuft, traue ich Niclas auch mal 60, 70 Minuten zu", lautet Kohfeldts Einschätzung, "und dann ist er auch ein Startelfkandidat."

Gegen Düsseldorf kam Füllkrug nach 65 Minuten für den verletzten Milot Rashica (Verdacht auf Faserriss im Oberschenkel, genaue Diagnose noch offen), konnte der Partie beim 1:3-Rückstand aber keine Wende mehr geben. Dennoch bemerkte sein Coach zu Recht: "Er hat schon gezeigt, wieviel Unruhe er verursachen kann in einer Viererkette. Es war sehr ordentlich von ihm." In der Tat scheiterte der agil und entschlossen wirkende Füllkrug nur mit viel Pech an Düsseldorfs Keeper Zack Steffen bzw. der Unterkante der Querlatte.

"Mehr als nur Joker"

Der 1,89 Meter große, mit nur knapp über 80 Kilo dennoch vergleichsweise leichtfüßige Athlet "bringt uns grundsätzlich noch mal eine andere Physis", stellt Kohfeldt fest. "Auch ich will, dass er auf Dauer mehr ist als nur Joker." Allerspätestens im nächsten Heimspiel gegen Augsburg am 1. September dürfte Füllkrugs Premiere von Beginn an also programmiert sein.

Thiemo Müller

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