Bundesliga

Alfred Schreuder, Trainer der TSG Hoffenheim: Warum die Brechstange keine Option war

Hoffenheim: Hübner trainiert individuell

Schreuder: Warum die Brechstange keine Option war

Wich nicht von der Ursprungsidee ab: Hoffenheims Trainer Alfred Schreuder.

Wich nicht von der Ursprungsidee ab: Hoffenheims Trainer Alfred Schreuder. picture alliance

Denn den Innenverteidiger plagten nach einem Nackentreffer im Abschlusstraining Beschwerden, so dass er das Duell mit Vater Bruno, Sportdirektor bei den Hessen, erneut verpasste. Wie übrigens in der Vorsaison zweimal, als er an den Folgen einer Gehirnerschütterung erstaunlich lange laborierte. Beide Duelle verlor die TSG, und auch am Sonntag unterlag sie nach frühem Gegentreffer.

Der Gegentreffer hatte mit dem Fehlen Hübners zu tun

"Das ist schade, dass wir durch einen Standard so einfach das 0:1 bekommen", ärgerte sich Alfred Schreuder über die Null-Ausbeute bei seinem Bundesligadebüt als Cheftrainer. Gerade der Gegentreffer hatte mit dem Fehlen Hübners zu tun, der am Montag schon wieder individuell trainierte und in den nächsten Tagen voll einsteigen soll. Denn der 30-Jährige ist ein markiger Innenverteidiger, er gilt als einer, der gerade bei ruhenden Bällen alles reinwirft, der sich gegen giftige, harte Frankfurter vehementer gewährt hätte.

Fehlende Umschaltmomente, fehlende Wucht

Kein Wunder, dass 2018/19, als er über weite Strecken fehlte, nur sechs Teams mehr Gegentreffer nach Standards kassierten als Hoffenheim mit seinen 16. Und auch vorne hätte Hübners Präsenz gutgetan bei Ecken oder Freistößen. Zu selten kamen die Kraichgauer in die gefährlichen Räume trotz aller fußballerischen Klasse. Fehlende Umschaltmomente, fehlende Wucht. Wäre da nicht der körperlich präsentere Adam Szalai eine Option für die Schlussphase gewesen, um es mit der Brechstange zu versuchen? "Ich habe es kurz überlegt", gibt Schreuder zu. Doch er entschied sich dafür, im Plan zu bleiben, es weiter geordnet aus dem 3-4-3 heraus zu probieren. Nach der eher hektischen Anfangsviertelstunde in Durchgang zwei "waren wir auch fußballerisch wieder gut". Das bestärkte den Niederländer nachvollziehbarerweise, nicht von der Ursprungsidee abzuweichen. Nichtsdestotrotz sprang mit Ishak Belfodils Kopfball lediglich ein Hochkaräter nach der Pause heraus. Zu wenig, um etwas Zählbares mitzunehmen.

Benni Hofmann

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