Erstes Bundesliga-Tor für Freiburg seit 2015

"Johnny" Schmid und der beherzte Ratschlag

Jonathan Schmid

Feierte ein Tor-Comeback gegen Mainz: Jonathan Schmid. imago images

"Ich habe ihm gesagt: Johnny, geh' mal in den Abschluss", verriet Streich nach dem Spiel: "Er soll nicht nur flanken." Wie sinnvoll dieser Hinweis war, bewies der Spieler dann in der Schlussphase. Kurz nach dem 1:0 durch Lucas Höler bekam der Franzose den Ball auf der rechten Außenbahn, wurde vom Mainzer Linksverteidiger Aaron nur zögerlich gestellt "und dann", kommentiert Streich, "geht er nach innen und haut ihn mit dem linken Fuß ins lange Eck - super!"

Es war die Entscheidung gegen die Rheinhessen und die Krönung eines gelungenen Comebacks im Breisgau. Schmid selbst blieb allerdings gewohnt ruhig und sachlich: "Ich bin nach innen gezogen und habe versucht, mit dem linken Fuß zu schießen. Ich bin sehr glücklich, dass der reingegangen ist."

Das erste Spiel nach dem Wechsel aus Augsburg zurück zu seinem Herzensverein war für den Elsässer eine emotionale Angelegenheit: "Am Anfang war es für mich ein bisschen ein komisches Gefühl und kompliziert, aber als ich viele Bälle hatte, wurde es leichter."

Alles gelang ihm beim ersten Bundesliga-Spiel für die Breisgauer seit dem Abstiegsfinale bei Hannover 96 im Mai 2015 (1:2) noch nicht, der erste Treffer für den SC seit über vier Jahren - damals ebenfalls gegen Mainz - war aber der Höhepunkt einer guten Vorstellung auf der neuen Position. Dass Schmids Stärken in einem 3-4-3 mit offensiven Außenverteidigern noch ein Stück besser zur Geltung kommen, könnte bei Streichs taktischen Überlegungen zwischen Dreier- und Viererkette durchaus auch eine Rolle gespielt haben.

Patrick Kleinmann

Bilder zur Partie SC Freiburg - 1. FSV Mainz 05