Düsseldorfs erster Sieg in Bremen seit 1977

Neue Impulse aus der Premier League

Hatte maßgeblichen Anteil am Auftakt-Sieg der Fortuna: City-Leihgabe Zackary Steffen.

Hatte maßgeblichen Anteil am Auftakt-Sieg der Fortuna: City-Leihgabe Zackary Steffen. imago images

"Wir haben heute auch gegen einen fantastischen Torwart gespielt", bekannte Werder-Trainer Florian Kohfeldt nach dem Düsseldorfer 3:1. Zack Steffen, der in der Vorbereitung schon überzeugte, absolvierte ein starkes Bundesliga-Debüt, nicht fehlerlos, aber er zeigte gleich, dass er ein ganz anderer Torwart-Typ ist als der bisherige Stammkeeper Michael Rensing.

Anders als der frühere Bayern-Torhüter verlässt Steffen, den Manchester City für acht Millionen vom MLS-Klub Columbus Crew holte und gleich an Düsseldorf auslieh, auch gerne mal die Linie und verschafft sich im Strafraum Respekt. "Wenn er rausläuft, mit seiner Physis, dann überlegst du auch als Verteidiger, ob du da noch hingehst oder lieber wegbleibst", erzählte auch Abwehrchef Kaan Ayhan. "Und bei zwei, drei Bremer Chancen hat er auch auf der Linie gezeigt, dass er kein Blinder ist."

Steffen und Baker überzeugen

Glatt untertrieben. Abgesehen von ein, zwei kleinen Wacklern überzeugte die Leihgabe von Manchester City, ganz so, wie sich die Fortunen das von dem US-Nationaltorhüter erhofft hatten. Und auch der zweite Leihspieler eines Top-Klubs aus der englischen Liga überzeugte: Lewis Baker forderte gleich im zentralen Mittelfeld den Ball, spielerisch stark, mit guten Ideen sowie einem grandiosen Pass vor dem 2:1.

"Ein typisch englischer Sechser", erzählte Nebenmann Alfredo Morales hinterher. "Wahrscheinlich hat er sich einige Male gewundert, wie schnell hier in der Bundesliga Schiedsrichter pfeifen."

Funkel sieht viel Verbesserungspotenzial

Neue Impulse also aus der Premier League, doch bei aller Freude über den Starterfolg relativierte Funkel sogleich die Leistung seiner Mannschaft. So lobte der Trainer den "Einsatz, Zusammenhalt und die tolle Laufarbeit", sagte aber auch: "Im Spiel nach vorne müssen wir uns steigern, besser den Ball halten, bessere Seitenwechsel zum Beispiel." Was ihm weiter missfiel: "Manchmal suchen wir eine fußballerische Lösung an der Eckfahne. Da muss ich auch mal kompromisslos den Ball auf die Tribüne schlagen", monierte Funkel.

Gefallen hat ihm aber gewiss die Effektivität seiner vorderen Linie. Fortuna spielte sich nicht viele Chancen heraus, schlug aber dreimal eiskalt zu.

Oliver Bitter

Das läuft gut - das sind die Baustellen