2. Bundesliga

Emotionaler Dutt nach Gelb: "Das ist nicht mein Sport"

Nach Niederlage beim HSV

Emotionaler Dutt nach Gelb: "Das ist nicht mein Sport"

Robin Dutt sieht die Gelbe Karte

Der Stein des Anstoßes: Robin Dutt sieht die Gelbe Karte. Getty Images

Nachdem den Bochumern in der Nachspielzeit in Dutts Augen ein Elfmeter verwehrt worden war und zudem eine aussichtsreiche Szene zurückgepfiffen wurde, ließ der VfL-Coach seinen Frust bei Dingert freien Lauf. Dieser zeigte ihm den neuen Regeln gemäß die Gelbe Karte - was Dutt auf der folgenden Pressekonferenz zu einer emotionalen Stellungnahme veranlasste.

Bevor er auf die Szene zu sprechen kam, unterstrich er mehrmals, dass der Hamburger Sieg unter dem Strich verdient gewesen sei, um sich dann in einem bemerkenswerten Statement den Frust von der Seele zu reden.

"Mir liegt noch eine Sache auf dem Herzen. Ich bin in 20 Jahren noch nie auf die Tribüne geflogen", war Dutt zunächst wichtig zu erwähnen, ehe er auf Referee Dingert zu sprechen kam: "Der Schiedsrichter hat heute ein gutes und solides Spiel gemacht. Da gibt es nichts auszusetzen. Wenn du dann aber in einer hektischen Schlussphase im Strafraum eine Situation hast, wo du sagst: 'Puh, war vielleicht gefährliches Spiel'. Dann hast du eine zweite Situation, in der Losilla den Ball erobert, eine Schusschance am Sechzehner hat, er (Schiedsrichter Dingert, D.Red.) dann Stürmerfoul pfeift und dir der Vierte Mann sagt: 'Hätte ich auch nicht gepfiffen'. Wenn du dann aufs Feld gehst, emotional aufgeladen bist - ich habe gerade ein Spiel verloren, habe erst einen Punkt nach drei Spielen - und den Schiedsrichter wie so oft halt zur Rede stellst."

Das ist nicht mehr meine Welt. Das macht keinen Spaß. Wir sind doch bisher auch klargekommen. Hört doch einfach weg, der Dutt beruhigt sich schon wieder.

VfL-Trainer Robin Dutt

Mit einem Lächeln habe er zur Antwort bekommen: "'Ich kann halt auch mal einen Fehler machen'. Und dann sage ich: 'Das ist doch nicht ihr Ernst Herr Dingert - so eine Antwort?' Und dann bekommst du die Gelbe Karte unter die Nase gehalten. Es fühlt sich irgendwie scheiße an. Das ist nicht mein Sport. Ich verliere den Respekt vor der Autorität. Wissen Sie, ich bin noch nie auf die Tribüne geflogen und bin mit allen Schiedsrichtern im Nachhinein immer klargekommen. Wenn ich gemerkt habe, dass ich überzogen habe, bin ich hin und habe mich entschuldigt. Wenn du dich triffst, kannst du dir in die Augen schauen. Aber jetzt gibt es halt eine Gelbe Karte und 'Noch ein Wort Gelb-Rot!'. Das ist nicht mehr meine Welt. Das macht keinen Spaß. Wir sind doch bisher auch klargekommen." Mit einem Appell an die Schiedsrichter schloss Dutt: "Hört doch einfach weg, der Dutt beruhigt sich schon wieder. Ich verliere da den Respekt. Tut mir leid."

Die neuen Regeln sehen nach der vierten Verwarnung zusätzlich eine Sperre für die Trainer vor. (Hier finden Sie die wichtigsten Regeländerungen 2019/20)

tru

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