Nach Wechselwunsch des Bayern-Profis

Rummenigge kritisiert Sanches: "Das ist nicht angebracht"

Renato Sanches

Unzufrieden beim FC Bayern: Renato Sanches. imago images

Leise, aber deutlich: So klang das, was Renato Sanches am Freitagabend wenige Minuten nach dem 2:2 gegen Hertha in der Mixed Zone von sich gab. "Ich bin nicht sauer, ich bin normal drauf", meinte er noch mit ruhiger Stimme. Doch seine Aussage wurden klarer: "Die Situation ist nicht gut für mich - weil es zum zweiten Mal in Folge dasselbe ist bei mir. Ich habe den Klub erneut gebeten, zu einem anderen Verein wechseln zu dürfen."

Dem schoben die Bayern aber einen Riegel vor, auch wenn Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge schon während der USA-Reise im Juli bestätigt hatte, dass dem FCB ein "durchaus attraktives" Angebot vorlag, "mit dem wir uns befasst haben". Doch Sanches soll bleiben, weil Trainer Niko Kovac mit dem portugiesischen Europameister plant. "Fünf Minuten wie heute", monierte der am Sonntag 22-Jährige, "das ist nicht genug für mich. Das ist alles, was ich dazu zu sagen habe."

Die Antwort von Rummenigge ließ nicht lange auf sich warten: "Es ist nicht angebracht, wenn man nach dem ersten oder zweiten Spiel gleich erbost davonläuft", kritisierte er und versicherte: "Er wird noch seine Chancen kriegen, wir sind alle von ihm überzeugt."

Im Pokalspiel bei Energie Cottbus war Sanches, vor drei Jahren für 35 Millionen Euro von Benfica Lissabon gekommen, von Beginn an aufgelaufen. "Ich habe grundsätzlich Verständnis für jeden Spieler, der unglücklich ist, wenn er nicht von Anfang an spielt", schob Rummenigge nach. "Das waren wir alle, das war Uli Hoeneß, das war ich früher auch."

mkr

Bilder zur Partie Bayern München - Hertha BSC