Die Münchnerinnen fordern Wolfsburg heraus

Bayerns neuer Trainer Scheuer: Klares Ziel, klare Idee

Jens Scheuer

Gibt die Richtung beim FC Bayern vor: Trainer Jens Scheuer. imago images

Die Münchnerinnen steigen am Samstag (13 Uhr) in Freiburg in die neue Spielzeit ein, die Vorfreude bei Scheuer vor seinem Debüt als FCB-Coach ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub ist "schon sehr groß", wie er im kicker verrät. "Wir haben eine sehr gute Mannschaft, die bereit ist und darauf brennt loszulegen."

Das Ziel? Klar definiert. "Wir sind demütig, aber ehrgeizig. Unser Ziel als FC Bayern muss es sein, auf Sicht wieder ganz vorne zu stehen und den VfL Wolfsburg abzulösen." Eine schwierige Aufgabe, das weiß Scheuer. "Natürlich ist Wolfsburg eingespielt, aber wir werfen die Flinte definitiv nicht ins Korn. Wenn wir alles rausholen, können wir am Ende weit vorne sein."

Wohl wissend, dass der FCB "einen großen Umbruch" hatte. "Neuer Trainer, neues Trainerteam, zudem gingen einige Schlüsselspielerinnen, die aber durch starke Neuzugänge ersetzt wurden. Unser Ziel ist es, zu den europäischen Topmannschaften weiter aufzuschließen", wird er auf der Internetseite des Vereins zitiert.

Dazu will er sein Team mit "Spielfreude" auf dem Platz sehen. "Die Zuschauer sollen sagen: Das ist richtig guter Fußball. Offensiv, Ballbesitz - dafür möchte ich stehen." Für Scheuer "sollte es sein wie früher auf dem Schulhof, wo man auch nie groß nachgedacht hat. Natürlich muss man als Trainer den Spielern Lösungen auf den Weg geben. Aber man darf sie nicht blockieren. Gute Spieler sollten den Mut haben dürfen, Situationen instinktiv zu lösen. Nur so kommt es zu Momenten, über die man sagt: Das war ein Geniestreich."

Der soll mit ihm als neuen Coach nach neun Jahren und zwei Meistertiteln (2015, 2016) mit Thomas Wöhrle wieder gelingen - mit der Ablösung von Wolfsburg auf dem Bundesliga-Thron.

nik/meg

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