Bei Frankfurts Stürmersuche kann es "schnell gehen"

Jovic-Ausleihe? Bobic: "Ich werde nicht Ja und nicht Nein sagen"

Fredi Bobic

Er will schon bald einen neuen Stürmer präsentieren können: SGE-Sportvorstand Fredi Bobic. imago images

Der Donnerstagabend vor ausverkauftem Haus hätte für die Eintracht schöner laufen können: Die neu zusammengewürfelte Frankfurter Mannschaft kam zwar zu einem knappen 1:0-Erfolg gegen Außenseiter Vaduz, aber Publikumsliebling Marco Russ (Verdacht auf Achillessehnenriss) verletzte sich womöglich schwer. "Ich war natürlich gleich in der Kabine", erklärte Bobic bei "RTL Nitro" in Bezug auf Russ und fügte an: "Es tut mir unheimlich leid. Er ist ein Musterprofi, lebt diesen Verein und ist eine Stimme in der Mannschaft." Der SGE-Routinier habe Bobic nur geantwortet, dass er "schon Schlimmeres" erlebt habe.

Trotz der traurigen Nachricht hatte Bobic noch die Geduld, sich zu den vielen Transfergerüchten rund um die SGE zu äußern. Am eifrigsten fahndet die Eintracht aktuell nach einem Stürmer, daraus machte Bobic keinen Hehl. Angesprochen auf eine mögliche Ausleihe vom in diesem Sommer erst zu Real Madrid gewechselten Luka Jovic ließ sich der Ex-Profi nicht in die Karten schauen: "Ich werde nicht Ja und nicht Nein sagen. Ich werde mich nicht an den Gerüchten beteiligen, das macht keinen Sinn."

Neuer Stürmer schon in Straßburg? "Kann schnell gehen"

Zum Thema Angreifer wollte Bobic aber noch eine Sache klarstellen. "Ich kann sagen, dass wir alles daran setzen, dass zum Play-off-Spiel (am nächsten Donnerstag, d.Red.) ein neuer Stürmer auf dem Platz steht", so der ehemalige Bundesliga-Torjäger: "Das kann schnell gehen." Grundsätzlich finde er es "manchmal sogar belustigend, wer alles mit uns in Verbindung gebracht wird". Es sei "ein verrückter Markt, die Gerüchte reihen sich auf". Bobics Schlussworte dazu: "Wir sind an einem Stürmer dran und versuchen, das alsbald zuzumachen."

Dass mit Ante Rebic der letzte verbliebene Angreifer der "Büffelherde" (Rebic, Jovic, Sebastien Haller) am Donnerstag angeblich "weiter südlich" einen Medizincheck absolviert habe, rang Bobic indes nur ein Kopfschütteln ab. "Es gibt unfassbare Gerüchte. Er saß neben mir oben auf der Tribüne."

Es wird sicherlich noch was passieren.

Fredi Bobic über die Situation bei den Torhütern

Und bei den Torhütern? Nach der Verpflichtung von Kevin Trapp ist die Situation für Frederik Rönnow erneut schwierig, weswegen sich der Däne wohl gerne verändern würde. Allerdings ist der 27-Jährige aktuell noch verletzt, was einen Sommer-Wechsel erschwert. "Wir müssen uns zusammensetzen", erklärte Bobic diesbezüglich: "Aber es ist nicht mehr viel Zeit. Es wird sicherlich noch was passieren." Mit Felix Wiedwald, der seine Sache "sehr ordentlich" gemacht habe, würde die Eintracht wohl auch als Nummer zwei in die neue Saison gehen. Dahinter stünde noch Jan Zimmermann bereit.

Vielleicht kommt ja noch vor dem Play-off-Hinspiel Licht ins Dunkle. Am nächsten Donnerstag geht es für die Eintracht zu Racing Straßburg. Rückkehrer Trapp kennt den Konkurrenten um das Europa-Ticket aus seiner Zeit in Paris: "Es ist ein sehr unangenehmer Gegner, der physisch stark ist. Wir müssen dort auf jeden Fall bereit sein. In Straßburg ist es ein harter Kampf. Wir müssen uns da definitiv auf was gefasst machen." Seine Vorderleute müssten vor allem den "Kampf annehmen", um sich mit einem möglichst guten Resultat die Chance auf noch mehr magische Nächte auf europäischer Bühne zu erhalten.

msc

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