Margreitter und Nürnberger fehlen in Sandhausen

Nürnbergs Rückkehr an die letztjährige Aufstiegsstätte

Hanno Behrens & Enrico Valentini

Eine besondere Rückkehr: Hanno Behrens (l.) und Enrico Valentini feierten 2018 in Sandhausen den Bundesliga-Aufstieg. imago images

Wie weit der 1. FC Nürnberg nach den ersten drei Pflichtspielen der Saison wirklich ist, ist wegen der zu verschiedenen Auftritte schwierig einzuschätzen. Nach dem etwas glücklichen Auftakt-Erfolg in Dresden gab es im ersten Heimspiel eine ernüchternde 0:4-Abfuhr gegen den HSV, beim Pokal-Auftritt in Ingolstadt folgte zuletzt eine recht überzeugende Antwort.

Am Freitag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) geht es für Nürnberg - mit 2000 Fans im Gepäck - nun nach Sandhausen. Dorthin, wo der Club im letzten Jahr den Aufstieg in die Bundesliga feiern konnte und nur zu gern wieder mit einem positiven Ergebnis zurückkehren würde. Dafür müsste man laut Trainer Damir Canadi aber erst einmal mit der "hohen Aggressivität" und dem "zielstrebigen Spiel zum Tor" des SVS zurechtkommen.

Mühl und Sörensen haben sich bewährt

Zielstrebig zum Tor zeigte sich am 2. Spieltag auch der HSV, der der zunächst in einer Dreierkette formierten Club-Abwehr gleich vier Tore einschenkte. Sowohl in der zweiten Halbzeit gegen Hamburg als auch über 90 Minuten in Ingolstadt verteidigten die Franken dann aber wieder in der altbekannten Viererkette, was sich vor allem beim Zu-Null-Ausgang beim FCI auszahlte. Das von Lukas Mühl und Asger Sörensen zuletzt besetzte Abwehrzentrum dürfte auch in Sandhausen wieder von Beginn an auf dem Feld stehen, zumal Innenverteidiger Nummer drei Georg Margreitter wegen Adduktorenproblemen nicht mit in die Kurpfalz reisen wird.

Neben Margreitter wird auch Linksverteidiger Fabian Nürnberger angeschlagen fehlen, ansonsten stehen Canadi - außer den Rekonvaleszenten - alle Spieler zur Verfügung. So auch Neuzugang und Angreifer Felix Lohkemper, der seine hartnäckige Wadenverletzung auskuriert hat und nach einem Testspieleinsatz gegen Al Nasr unter der Woche erstmals im Aufgebot des Bundesliga-Absteigers stehen könnte.

"So einen Spielertypen haben wir noch nicht."

Robert Palikuca über die Suche nach einem robusten Angreifer

Alternativen könnte der Club vor allem vorne wahrlich gebrauchen, denn bisher war nur Nikola Dovedan (zwei Treffer) vor dem Tor erfolgreich. Sturmspitze Mikael Ishak wartet weiterhin auf das erste Erfolgserlebnis, wirkliche Alternativen zum Schweden gab es zuletzt nicht. Auch deswegen fahndet Sportvorstand Robert Palikuca noch nach einer "Kante" für ganz vorne. "So einen Spielertypen haben wir noch nicht", so der 41-Jährige, der mit einem Stürmer aus der Abteilung groß bald den zwölften Neuzugang präsentieren möchte.

In Sandhausen wird es aber wohl erstmal wieder auf Ishak ankommen, festlegen will sich Canadi aber auf nichts: "Wir wollen flexibler werden, es hängt auch immer vom Gegner und vom eigenen Personal ab. In Ingolstadt haben wir es gut gemacht", so der Österreicher auf der Pressekonferenz. Zum besagten Start-Personal auf der Schanz gehörte bekanntermaßen auch Ishak.

tso