Bundesliga

Mainz 05 - Sandro Schwarz: "Alle sind in der Verantwortung, Tore zu erzielen"

St. Juste vor Bundesligadebüt

Schwarz: "Alle sind in der Verantwortung, Tore zu erzielen"

Sandro Schwarz

Geht in seine dritte Saison als Mainzer Cheftrainer: Sandro Schwarz. imago images

Die Stimmungslage bei den 05ern hat sich in den vergangenen Tagen deutlich gebessert. Dem Negativtrend nach dem Pokalaus wurde intensiv gegengesteuert. "Am Samstag und Sonntag waren alle enttäuscht und sauer, das ist doch verständlich. Es war auch wichtig, den Frust rauszulassen", erklärte Trainer Sandro Schwarz. Doch mit dem Beginn der neuen Woche sollte das Negativerlebnis aus dem Pokalderby abgehakt sein, wie der 40-Jährige betonte. "Es bringt dann auch nichts mehr. Es ist ein neuer Wettbewerb auf den wir uns jetzt fokussieren und auf den wir eine Vorfreude entwickeln wollen."

Vor dem Start in die 14. Bundesliga-Spielzeit der Rheinhessen fordert Schwarz von seiner Mannschaft, die geforderten Tugenden und Prinzipien zu zeigen. "Intensität, Konsequenz und Energie", will der Chefcoach sehen. "Jetzt gilt es die Haltung, die wir schon so oft gezeigt haben, wieder auf den Platz zu bekommen, damit wir ab dem ersten Spieltag die Bundesliga genießen können."

"Wir werden keinem einzelnen einen Rucksack anziehen"

Die verletzungsbedingten Ausfälle der beiden Angreifer Jean-Philippe Mateta und Dong-Won Ji dürfe nicht als Ausrede herhalten, sollten die Mainzer wie schon in Kaiserslautern eine mangelhafte Chancenverwertung an den Tag legen. "Alle sind in der Verantwortung, Tore zu erzielen. Wir werden keinem einzelnen einen Rucksack anziehen. Dass uns Jean-Philippe fehlt, ist doch klar, dies soll aber nicht jede Woche als Alibi herhalten. Wichtig ist nur, dass wir uns Chancen erarbeiten. Und das tun wir", betonte Schwarz. Im Angriff dürfte die Last des Toreschießens zunächst auf den Schultern der altbekannten Robin Quaison und Karim Onisiwo liegen. Neuzugang Taiwo Awoniyi dürfte zunächst mit der Rolle des Jokers bedacht werden. "Es hat bisher einen sehr guten Eindruck gemacht", lobte Schwarz die Liverpool-Ausleihe.

"Wir haben vier sehr gute Innenverteidiger"

Der zweite Zugang der vergangenen Woche, Innenverteidiger Jeremiah St. Juste, dürfte hingegen gleich vom Start weg gefordert sein und im Breisgau an der Seite von Moussa Niakhaté zu seinem Bundesliga-Debüt kommen. Nach der längerfristigen Verletzung Stefan Bells hat der Niederländer gegenüber der Konkurrenz zunächst die Nase vorn. Doch diese sitzt dem 22-Jährigen im Nacken. "Wir haben vier sehr gute Innenverteidiger und sind auch nach der Verletzung von Bell auf dieser Position sehr gut aufgestellt. Alexander Hack hat es zum Ende der letzten Saison sehr gut gemacht und auch Ahmet Gürleyen hat unser vollstes Vertrauen. Er ist nicht umsonst U-20-Nationalspieler", so Sportchef Rouven Schröder.

Für die Stimmungslage in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt wäre ein erfolgreicher Saisonstart immens wichtig. Da dürfte der SC Freiburg ein gern gesehener Gegner sein. In bisher 20 Erstligaduellen gingen die Mainzer zwölfmal als Sieger vom Feld, im April diesen Jahres gelang sogar ein 5:0-Heimerfolg. Drei Treffer steuerte damals jedoch Mateta bei - diesen gilt es nun zu ersetzen.

Moritz Kreilinger

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