Unruhe rund um das Talent "belastet"

Eberl über Cuisance: "Alles ist möglich"

Michael Cuisance

Talentiert, aber latent unzufrieden: Michael Cuisance. imago images

Cuisance, das latent unzufriedene Mittelfeldtalent, will für die neue Saison eine Art Einsatzgarantie, die ihm die Borussen verständlicherweise nicht ausstellen. Ein Wechsel des 19-Jährigen, der in Gladbach bis 2023 unter Vertrag steht, ist daher nicht mehr ausgeschlossen (der kicker berichtete). "Es ist ein Thema, das uns belastet", sagte Sportdirektor Max Eberl am Donnerstag zu der Unruhe um den Youngster und erklärte zum Stand der Dinge: "Wir haben viele Gespräche mit ihm und seinem Management geführt. Jetzt muss man abwarten, was noch passiert." Ein Abschied von Cuisance sei weiterhin denkbar. "Wenn ich davon spreche, man müsse schauen, wohin die Reise geht, dann bedeutet es, dass alle Türen offen sind. Man will einen Kader mit super Spielern, man will aber auch einen Kader, in dem alles passt und funktioniert. Es ist unsere Aufgabe, das zu bewerkstelligen, deshalb: Alles ist möglich."

Sollte Cuisance den Klub tatsächlich verlassen, könnten die Borussen auf dem Transfermarkt nochmal tätig werden. Eigentlich waren die Planungen auf der Einkaufsseite mit der Verpflichtung von Ramy Bensebaini (24, Vertrag bis 2023) abgeschlossen. Ein Cuisance-Abschied würde die Verantwortlichen allerdings nochmal ins Grübeln bringen, es könnte dann im Mittelfeld nachgelegt werden. "Wenn uns ein Spieler verlässt, überlegt man automatisch: Könnte man noch was machen, muss man noch was machen - oder gehen die Gedanken in Richtung Winter oder nächsten Sommer", sagte Eberl. "Aber zwingend notwendig wäre es nicht, dass noch ein neuer Spieler kommt. Wir haben einen Kader, mit dem wir erreichen können, was wir uns vorstellen."

Jan Lustig

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