Einmal quer durch die Liga

Als der SC Paderborn Geschichte schrieb

Moritz Stopppelkamp

Moritz Stopppelkamp picture alliance

Dank einer ebenfalls intensiven und emotionalen Zweitliga-Saison schaffte der SC Paderborn 2014 schon einmal den Aufstieg in die Bundesliga. Nach dem umjubelten Erfolg vor fünf Jahren galt es, sich in der höchsten Klasse zu beweisen - und dies gelang dem Neuling zu Beginn auch überraschend gut.

Ein Blick zurück: Nach dem Auftakt-2:2 daheim gegen Mainz, bei dem der heute noch aktive SCP-Profi Uwe Hünemeier ein Tor zum 2:1 beisteuerte, dann aber ein Foul beging, das den Ausgleich der Gäste in der Nachspielzeit per Elfmeter nach sich zog, setzten sich die Paderborner anschließend auswärts beim Hamburger SV hoch mit 3:0 durch. Dabei erzielte Elias Kachunga den Führungstreffer, später setzten Mario Vrancic und Moritz Stoppelkamp jeweils noch einen drauf.

Nach einem zwischenzeitlichen 0:0 gegen den 1. FC Köln am 3. Spieltag wurde schließlich in der vierten Begegnung Geschichte geschrieben: Gegen Hannover 96 lief es gut, der SCP gewann das Spiel mit 2:0 und übernahm dank der besten Tordifferenz unter vier Teams mit acht Punkten die Tabellenführung.

82,3 Meter!

Während dieses Erfolgslaufs der Paderborner fiel ein Spieler besonders auf: Moritz Stoppelkamp.

Er erzielte nach dem Treffer zuvor gegen den HSV erneut ein Tor, und dieses gegen seinen Ex-Klub Hannover war ein ganz besonderes. Stoppelkamp zog beim Stand von 1:0 und einer missglückten Standardsituation der Hannoveraner aus 82,3 Metern ab und traf den leeren 96-Kasten - Torhüter Zieler war mit aufgerückt.

Von Platz 1 bis auf 18

Nach dem Sprung auf Platz 1 war die weitere Saison kein Zuckerschlecken. Die Paderborner verloren am nächsten Spieltag das Spitzenspiel beim FC Bayern mit 0:4, die nächsten drei Punkte konnten sie erst am achten Spieltag mitnehmen.

Zur Winterpause stand der SCP mit 19 Punkten noch auf dem 13. Platz. In die zweite Hälfte der Saison startete er aber nicht einmal ansatzweise so gut wie in die erste. Der Aufsteiger verlor häufiger, die Aussicht auf den Klassenerhalt wurde immer geringer.

Konstanz und Durchhaltevermögen fehlten, am 26. Spieltag stand die Elf von Trainer André Breitenreiter erstmals auf dem direkten Abstiegsplatz 17. Retten konnte man sich später trotz aller Bemühungen nicht mehr. Das Schicksal nahm seinen Lauf und die Paderborner wanderten schließlich während der Saison quer durch die Liga vom ersten bis auf den abschließenden letzten Platz.

Berdan Yildirim

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