Gladbachs Abwehrspieler spricht im kicker-Interview

Ginter: "Man erkennt: Rose hat unter Klopp und Tuchel gearbeitet"

Matthias Ginter

Er erkennt Parallelen zu ehemaligen Trainern: Gladbachs Innenverteidiger Matthias Ginter. imago images

Für viele ist Schalkes neuer Trainer David Wagner noch ein unbeschriebenes Blatt. Nicht so für Ginter, der am Samstagabend mit Gladbach die Königsblauen empfängt. Der 25 Jahre alte Nationalspieler bestritt in der Saison 2014/15, damals noch im Dress von Borussia Dortmund, nach überstandener Oberschenkelverletzung zwei Spiele in der U 23. Coach der Zweitvertretung des BVB seinerzeit: David Wagner. Als "sehr impulsiv, sehr kommunikativ, sehr höflich", charakterisiert ihn Ginter, er sei "als Typ und Trainer vergleichbar mit Jürgen Klopp, der damals unser Cheftrainer beim BVB war. Auch Wagner stand für den Pressingansatz, die Intensität im Spiel, die Balleroberungen."

Bei der Beschreibung von Wagners Arbeitsweise drängen sich für Ginter Parallelen zu seinem aktuellen Trainer Marco Rose nahezu auf. "Ähnlichkeiten sind zweifelsfrei vorhanden. Aber nicht nur zwischen Klopp, Wagner und Marco Rose", findet der Abwehrspieler. "Ich denke auch an Thomas Tuchel. Bei den ersten Trainingseinheiten unter Marco Rose dachte ich öfter mal: Das kommt mir jetzt aber bekannt vor. Von den Inhalten, wie dem Gegenpressingimpuls, den Thomas Tuchel auch immer eingefordert hat. Oder die Intensität in jeder Übung, wie es Jürgen Klopp wollte. Manchmal ist es auch die Rhetorik oder Gestik."

Jan Lustig mit Matthias Ginter

Im Gespräch: kicker-Redakteur Jan Lustig (l.) mit Gladbachs Matthias Ginter. imago images

Ginter hat zwischen 2014 und 2017 beim BVB unter Klopp und Tuchel gearbeitet, Rose kennt beide aus seiner Mainzer Zeit. "Man erkennt in einigen Situationen, dass unser Trainer unter Beiden gearbeitet haben muss."

Im großen Interview spricht Matthias Ginter über seinen Führungsanspruch als dritter Kapitän und frühere Leader wie Stefan Effenberg oder Oliver Kahn, über noch zu große Schwankungen im Spiel der Borussia, über Angebote, die ihn im Sommer ins Grübeln gebracht haben und über seine Ziele in der Nationalmannschaft.

Jan Lustig/rr

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