Sandhausen: Taffertshofer "wieder voll leistungsfähig"

Koschinat fordert Durchschlagskraft und Zählbares gegen den Club

Uwe Koschinat

Konnte im Pokalspiel einen Fortschritt erkennen: Uwe Koschinat. imago images

Es fehlte nicht viel, um den Europa-League-Teilnehmer aus Mönchengladbach in die Verlängerung zu zwingen, dennoch schied der SV Sandhausen in der ersten Runde des DFB-Pokals aus. Auf der Pressekonferenz analysierte Koschinat rückblickend die Partie: "Gegen Mönchengladbach hatten wir viele Tormöglichkeiten von außerhalb des Strafraums. Wir haben in diesem Spiel vieles richtig gemacht, konnten die Überlegenheit aber nicht dazu nutzen, um zu gewinnen."

"Quantensprung im Vergleich zu Osnabrück"

Tatsächlich offenbarte vor allem die Offensive zuletzt Probleme: Wettbewerbsübergreifend gelang dem SVS in den vergangenen drei Spielen erst ein Tor. In der 2. Bundesliga rangiert das Team des 47-jährigen Koschinat nach dem 1:1-Auftaktremis in Kiel und der 0:1-Heimniederlage gegen Aufsteiger Osnabrück mit einem Punkt auf dem 13. Tabellenplatz. Obwohl sein Team auch gegen Gladbach ohne eigenes Tor blieb, erkannte der Fußballlehrer einen Fortschritt: "Es geht darum, mit wie vielen Spielern wir bei gefährlichen Situationen den Strafraum besetzen. Ich habe im Spiel gegen Mönchengladbach dabei einen Quantensprung im Vergleich zu Osnabrück festgestellt."

Nach dem Pokal-Aus richtet sich der Blick nun wieder auf die 2. Bundesliga. Den kommenden Gegner aus Franken, der in Dresden und im Pokal in Ingolstadt jeweils mit 1:0 gewann, gegen Hamburg zuhause jedoch eine deutliche 0:4-Niederlage hinnehmen musste, schätzt Koschinat wie folgt ein: "Die Ambitionen beim 1. FC Nürnberg sind sehr klar, sie gehören zu den Favoriten auf den Aufstieg in die Bundesliga. Der FCN hat beide Auswärtsspiele bisher zu null gewonnen."

"Die nächsten Aufgaben sind sehr schwierig"

Auch nach dem Duell am Sonntag mit dem Bundesliga-Absteiger stehen weitere große Herausforderungen an: Sandhausen trifft auf die bisher ungeschlagenen 1. FC Heidenheim, SV Darmstadt und den aktuellen Tabellenführer aus Karlsruhe. Koschinat meinte diesbezüglich: "Aus dem Spiel gegen Nürnberg müssen wir etwas Zählbares mitnehmen. Die nächsten Aufgaben sind sehr schwierig."

Personell gibt es indes positive Nachrichten zu vermelden: Während Emanuel Taffertshofer nach seinem Einsatz in der U 23 laut Koschinat "wieder voll leistungsfähig" ist, stehen Julius Biada und Aziz Bouhaddouz zumindest für Kurzeinsätze zur Verfügung.

kon