Karlsruhe bisher mit weißer Weste

Schwartz' Neue schlagen ein

Karlsruher SC

In dieser Saison bisher ungeschlagen: Der Karlsruher SC. imago images

Die Zahlen aus dem Pokalduell mit Hannover 96 waren eindeutig: Der Absteiger hatte mehr Ballbesitz (66 Prozent), spielte fast doppelt so viele Pässe und brachte prozentual mehr davon an den Mann (82 Prozent). Dennoch gewann der Karlsruher SC. Wie schon in den ersten beiden Ligaspielen agierte das Team von KSC-Trainer Alois Schwartz gewohnt clever, laufstark, taktisch diszipliniert und effektiv - und konnte somit das Duell, das sie im Vorjahr noch mit einem deutlichen 0:6 verloren hatten, mit einem verdienten 2:0-Sieg für sich entscheiden.

"Der Funke ist übergesprungen"

Nach "dem guten Ligastart" habe seine Mannschaft "eine breite Brust", so Schwartz im Gespräch mit dem "Südwestrundfunk". Auch die Euphorie unter den Fans sorgt für zusätzlichen Auftrieb: "Wir haben die Leute gut unterhalten, und der Funke ist vom Rasen auf die Tribünen übergesprungen." Während Routinier Daniel Gordon nach dem Spiel gegen Hannover "überglücklich" war, "dass wir wieder nachlegen konnten", beschreibt der Trainer den DFB-Pokal als "Kür" für sein Team, die "wir sogar verdient gewonnen haben".

Das Gesicht des derzeitigen Karlsruher Höhenflugs ist zwar Neuzugang und bisheriger Top-Torschütze Philipp Hofmann (drei Treffer), der durchschnittlich alle 58 Minuten zuschlägt, doch auch andere neuverpflichtete Spieler stellten sich als sinnvolle Ergänzungen heraus. Lukas Fröde beispielsweise, der im Sommer vom MSV Duisburg zum KSC wechselte, avancierte im Pokalspiel mit einer Quote von 67 Prozent zum zweikampfstärksten Badener.

Erster Pflichtspieltreffer für Grozurek

Lukas Grozurek, den es vor der Saison von Sturm Graz zu den Badenern zog, erzielte gegen Hannover den wichtigen 1:0-Führungstreffer, nachdem er alleine auf das Tor von Ron-Robert Zieler zulief und den Ball sicher in die rechte Ecke schob. Der Österreicher äußerte sich bezüglich seines ersten Pflichtspieltreffers im KSC-Trikot im Dialekt: "Den Ball habe ich sehr staubig reingemacht. Staubig, das heißt so viel wie trocken."

Die Neuzugänge sollen auch am Sonntag (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) stechen und beim Gastspiel in Kiel die Siegesserie ausbauen.

kon