Ex-Kapitän verlässt den HSV und wechselt zu Vissel Kobe

Sakai wird Podolskis Teamkollege

Kehrt in seine Heimat Japan zurück: Ex-HSV-Kapitän Gotoku Sakai.

Kehrt in seine Heimat Japan zurück: Ex-HSV-Kapitän Gotoku Sakai. picture alliance

Sakai kam 2015 vom VfB Stuttgart zum HSV und absolvierte in den vergangenen vier Jahren 114 Ligaspiele (ein Tor, vier Assists) für die Hanseaten. Insgesamt lief er 170-mal in der Bundesliga auf (zwei Tore) und war 31-mal in der 2. Liga im Einsatz.

Die meisten Spiele absolvierte der japanische Nationalspieler als rechter Verteidiger, aufgrund seiner Vielseitigkeit kam der Sohn eines Japaners und einer deutschen Mutter aber auch immer wieder auf der linken Verteidigerposition oder im defensiven Mittelfeld zum Einsatz.

Beim japanischen Erstligisten Vissel Kobe trifft Sakai auf bekannte Fußballgrößen wie Lukas Podolski, Andres Iniesta oder David Villa. "Gotoku hat sich stets vorbildlich verhalten, er ist durch und durch Profi und HSVer", wird HSV-Sportvorstand Jonas Boldt auf der vereinseigenen Website zitiert: "Wir haben seinem Wechselwunsch dennoch entsprochen, auch als Dank für seine große Identifikation mit dem Klub und vier Jahre vollen Einsatz für den HSV. Go wird beim HSV stets herzlich willkommen sein und wir wünschen ihm sowohl sportlich als auch privat für die Zukunft nur das Beste!"

Sakai: "Die Pfiffe haben mich sehr getroffen"

Es ist aber auch ein trauriger Abschied. Die innere Entscheidung des Ex-Kapitäns steht seit dem 34. Spieltag der vergangenen Saison fest: Mit einem Pfeifkonzert hatten die HSV-Anhänger die Einwechslung von Sakai beim 3:0 gegen den MSV Duisburg begleitet, der Defensiv-Allrounder und Musterprofi fühlte sich zum Sündenbock gemacht und war tief verletzt. "Die Pfiffe haben mich sehr getroffen, ich konnte das nicht verstehen."

Der 28-Jährige besaß beim HSV einen gültigen Vertrag bis 2020 und soll den Hanseaten nun rund 400 000 Euro Ablöse bescheren.

mas

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