Freiburg: Borrello und Sallai sind wieder Optionen

Streichs Auswahl auf den Außenbahnen

Freiburgs Brandon Borrello

Wieder eine echte Alternative: Freiburgs Brandon Borrello. imago images

Ryan Kent, Bartosz Kapustka, Yoric Ravet, Marco Terrazzino, Florian Kath, Vincenzo Grifo und viele andere - die Liste der Spieler, die Streich in den vergangenen beiden Jahren auf den offensiven Außenbahnen aufbot, ist lange und mit den Genannten noch lange nicht vollständig. Einige überzeugten nicht dauerhaft, andere litten unter Verletzungen, Grifo blieb nur ein halbes Jahr - doch seine Dauerlösungen für die beiden neuralgischen Positionen fand der Coach nicht. Für die kommende Saison hat Streich neue Optionen, alte Lösungen - und sogar zwei interne Zugänge. Ein Überblick:

Woo-Yeong Jeong: Der junge Koreaner ist einer der großen Gewinner der Vorbereitung und überzeugte in den Testspielen als Torschütze und Vorbereiter. Gut möglich, dass der 19-Jährige gegen Mainz seine Chance erhält.

Roland Sallai: In Magdeburg durfte sich der Ungar erstmals seit November 2018 wieder in einem Pflichtspiel zeigen. Der 22-Jährige deutete nach einem schwierigen ersten Jahr in Freiburg sein Potenzial an, vergab aber auch eine Großchance und agierte insgesamt unauffällig. In der Vorbereitung wurde er nach anhaltenden Leistenproblemen immer mal wieder geschont, die Erwartungen für die kommende Spielzeit sind aber hoch.

Brandon Borrello: Rund ein Jahr nach seinem Kreuzbandriss und dem Wechsel nach Freiburg ist der Australier eine echte Alternative und stand in Magdeburg bereits in der Startelf. Den Treffer von Luca Waldschmidt bereitete er vor, auch sonst überzeugte er trotz einiger Ballverluste durch seine Dynamik und seinen Drang nach vorne. Könnte gegen Mainz erneut das Mandat von Beginn an erhalten.

Jonathan Schmid: Der Elsässer, der in seiner ersten Zeit beim SC die rechte offensive Außenbahn besetzte, ist derzeit als Rechtsverteidiger eingeplant.

Lucas Höler: In Magdeburg agierte der Offensivallrounder nach seiner Einwechslung für Sallai zunächst auf der linken Seite und erst später im Sturm, wo seine Stärken liegen. Trotzdem auf Außen immer eine Option, wie er in seinem ersten Halbjahr in der Rückrunde 2017/18 bewies.

Mike Frantz: Der Allrounder kann von hinten links bis vorne rechts alles spielen. Zieht gerne in die Zentrale und erfüllt damit eine der wichtigsten System-Voraussetzungen für die Position.

Janik Haberer: In der vergangenen Rückrunde lief der 25-Jährige doch immer mal wieder auf der Außenbahn auf, obwohl er sich und das Trainerteam ihn mit seinen strategischen Stärken eigentlich inzwischen nur noch in der Zentrale sehen. War zuletzt zudem angeschlagen.

Luca Itter: Der junge Linksverteidiger, vom VfL Wolfsburg gekommen, könnte durchaus eine Position nach vorne rutschen. Allerdings verpasste der U-Nationalspieler wegen einer Sprunggelenksverletzung einen Großteil der Vorbereitung und ist immer noch nicht fit.

Chang-Hun Kwon: Bei Trainingsstart war der aus Dijon nach Freiburg gewechselte Südkoreaner der heißeste Kandidat auf die Stelle vorne rechts. Ein Muskelfaserriss warf den 25-Jährigen allerdings zurück, eine Rückkehr dauert noch.

Terrazzino, Ravet und Kath, allesamt ebenfalls noch im Kader des SC, haben derzeit keine realistischen Chancen auf einen Einsatz - und sind eher Wechselkandidaten.

Patrick Kleinmann

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Die 18 Gewinner der Vorbereitung