Wolfsburg: Knoche, Gerhardt und William mit treffenden Argumenten

Darum saß Schlager 120 Minuten auf der Bank

Wolfsburgs  Xaver Schlager

Im ersten Pflichtspiel auf der Bank: Wolfsburgs Xaver Schlager. imago images

Marcel Tisserand hatte sich zuletzt in der Vorbereitung in den Vordergrund und vermeintlich an Robin Knoche vorbeigespielt, in Halle aber fehlte der Kongolese wegen Trainingsrückstands noch gänzlich im Kader. Neuzugang Xaver Schlager galt für viele als gesetzt im Wolfsburger Mittelfeld, im Pokal jedoch spielten Maximilian Arnold und Yannick Gerhardt auf der Doppelsechs. Der Österreicher wiederum drückte ebenso die Bank wie der neue Rechtsverteidiger Kevin Mbabu, für den der Brasilianer William nach guter Vorbereitung in der Startelf stand.

Pokal-Personalien mit Brisanz

Drei spannende Personalien, die durch das Pokalspiel an Brisanz sogar noch zugenommen haben. Denn: Sowohl Knoche als auch Gerhardt und William trugen als Torschützen entscheidend zum Wolfsburger Weiterkommen bei. Treffende Argumente, es gibt so gesehen also nicht viele Gründe, an ihnen zu rütteln.

Mit Gerhardt mehr Kopfballstärke

Gerade beim vermeintlichen Duell zwischen Gerhardt und Schlager sammelt der Ex-Kölner aktuell viele Pluspunkte. Im letzten Test gegen Nizza (8:1) traf der 25-Jährige doppelt und bereitete einen weiteren Treffer vor, nun sein Tor in Halle. Warum saß Schlager, der Zwölf-Millionen-Euro-Import, nur auf der Bank? Trainer Oliver Glasner erklärt: "Wir haben uns für Yannick und Max Arnold entschieden. Ich denke, dass beide ein sehr gutes Spiel gemacht haben. Max als Stratege, der die Bälle verteilt und sehr passsicher ist. Und Yannick ist sehr laufstrak." Der Coach erklärte seinem Landsmann Schlager dessen Bankplatz zudem damit, dass er mit Gerhardt aufgrund der erwarteten langen Bälle noch mehr Kopfballstärke im Mittelfeld haben wollte. Der Plan ist für den Trainer aufgegangen: "Yannick hat viele Kopfbälle gewonnen, das hat lange gut funktioniert."

Nun wird Glasner schauen, welche Spieler am Samstag am besten zum Bundesliga-Auftaktgegner aus Köln passen. Gleichzeitig unterstreicht der Österreicher die Wichtigkeit des gesamten Kaders, die auch am Montag in Halle zum Tragen kam. So freute es den 44-Jährigen besonders, dass mit Renato Steffen als Vorbereiter und Josip Brekalo als Torschütze zwei Einwechselspieler für das 5:3 verantwortlich zeichneten, nachdem die Aufstellung zuvor für "enttäuschte Gesichter" gesorgt habe. Glasner unterstreicht den Teamgedanken: "Es zeichnet uns aus, dass wir immer füreinander da sind."

Der Fight füreinander, dieser unbedingte Wille, das ist die Basis für alles andere. Das ist die Basis, auf der wir jetzt Ziegelstein für Ziegelstein aufbauen werden.

Oliver Glasner

Spielerisch überzeugte der VfL in Halle noch nicht, kämpferisch dafür umso mehr. Vor dem Pokalmatch habe Glasner seinen Spielern gesagt: "Egal was passiert, wir ziehen unser Ding durch. Das haben die Spieler fantastisch gemacht. Der Fight füreinander, dieser unbedingte Wille, das ist die Basis für alles andere. Das ist die Basis, auf der wir jetzt Ziegelstein für Ziegelstein aufbauen werden."

Thomas Hiete

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