Jena: Kwasniok lässt Kondition trainieren

Stürmer Günther-Schmidt: "Es sind Feinheiten, die den Unterschied machen"

Julian Günther-Schmidt

Enttäuschung nach vier Niederlagen: Jenas Julian Günther-Schmidt. imago images

Nur ein Tor gelang Jena bisher in dieser Drittliga-Saison: Liga-Tiefstwert. Auch Hoffnungsträger Julian Günther-Schmidt, der nach zweijähriger Leihe endgültig vom FC Augsburg ins "Paradies" wechselte, konnte bisher keinen Treffer beisteuern. Gegen den SV Waldhof Mannheim soll sich das am Sonntag (14 Uhr, LIVE! bei kicker.de) ändern und der erste Saisonsieg eingefahren werden. Der 24-Jährige warnte jedoch vor den bisher ungeschlagenen Quadratestädtern: "Die waren 16 Jahre in der Versenkung verschwunden und sind mit einer unglaublichen Euphorie aufgestiegen."

"Auf eine Wiederholung können wir verzichten"

Dennoch räumte er ein: "Auch wir haben unsere Qualitäten, die - wenn wir sie abrufen - auch reichen, um den ersten Sieg zu holen." Günther-Schmidt warnte zudem davor, zu spät in die Spur zu finden: "Verliert man den Anschluss erst einmal, wird es richtig schwer. Das haben wir in der vergangenen Saison am eigenen Leib erfahren müssen. Auf eine Wiederholung können wir gerne verzichten."

Um endlich zu punkten, arbeitete Jena zuletzt im Training "an den Abläufen, an den Laufwegen, an der Abstimmung" - oder, wie der Stürmer resümierte, "an den Feinheiten, die den Unterschied ausmachen". Er prognostizierte: "Wenn das besser sitzt, werden wir auch öfter jubeln können."

"... dann können wir eine Kleinfeldmannschaft anmelden"

Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Training auf der Fitness. Hinsichtlich der von Fanseiten aufkommenden Kritik, dass Physis und Kondition in der Vorbereitung und nicht während der Saison aufgebessert werden sollten, bezog Trainer Lukas Kwasniok im Gespräch mit der "Ostthüringer Zeitung" Stellung: "Wir mussten ein neues Teamgefüge, eine neue Hierarchie aufbauen. In der Vorbereitung fünf Wochen nur Fitness zu bolzen, wäre unter diesen Voraussetzungen nicht möglich und auch nicht sinnvoll gewesen." Auf möglicherweise überfordernde Einheiten verzichtet der 38-Jährige - anders als Felix Magath, "der in der Regel 35-Mann-Kader hatte, sodass es weniger problematisch war, wenn sich einige verletzt haben", so Kwasniok: "Wir haben 21 Feldspieler, darunter zwei Junioren. Wenn ich es so machen würde, könnten wir eine Kleinfeldmannschaft anmelden."

kon