Cottbus: Lob von Alaba und Neuer

Torschütze Taz: "Das war wirklich krass"

Berkan Taz, Benjamin Pavard

Erzielte den Ehrentreffer: Berkan Taz im Zweikampf mit Bayern-Neuzugang Benjamin Pavard. imago images

Im 4-2-3-1-System bildeten mit Niklas Geisler (18) und Tobias Eisenhuth (17) zwei Teenager zusammen mit Berkan Taz, der im Sommer vom 1. FC Union Berlin in die Lausitz wechselte, das Herzstück des FC Energie. Vor allem Eisenhuth wusste seinen Trainer zu überzeugen, bei Broschinskis Chance zum zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer ließ er seine Stärken aufblitzen, so Wollitz im "Sportschau"-Interview: "Die Einleitung war gut von ihm, er spielt aktuell bei uns in der U 19. Man hat gemerkt, dass er Potenzial hat. In der zweiten Hälfte wurde er mutiger und überzeugter. In so jungen Jahren diese Balleroberung und diese Spielverlagerung zu haben, ist schon sehr ordentlich."

"Es war ein verdienter Sieg"

Generell fand der 54-Jährige lobende Worte für den Auftritt seiner - abgesehen vom 36-jährigen Kapitän Dimitar Rangelov - sehr jungen Mannschaft, ordnete die Niederlage gegen den Rekordmeister aber realistisch ein: "Unsere Mannschaft hat alles versucht, lange das Spiel offen zu halten. Es war ein verdienter Sieg. Letztendlich hat die Mannschaft mit der größeren individuelle Qualität gewonnen."

Den Ehrentreffer erzielte Cottbus in der dritten Minute der Nachspielzeit: Zum laut Neuer "geschenkten" Elfmeter trat der 20-jährige Berkan Taz an und verwandelte sicher zum 1:3-Endstand. Über einen Sieg hätte sich der Mittelfeldspieler dennoch mehr gefreut: "Es war ein schöner Moment, aber ich hätte lieber gewonnen als ein Tor geschossen." Taz zeigte sich zudem beeindruckt von der Kulisse im ausverkauften Stadion der Freundschaft (22.500 Zuschauer): "Es war unglaublich wie die Fans uns gefeiert haben. Das war wirklich krass."

Neuers Lob für Moser

Auch David Alaba lobte die Unterstützung der Cottbuser Fans: "Das Stadion ist voll, alle gehen mit. Man sieht, dass es ein Traditionsverein ist und dass alle hinter dem Verein stehen, unabhängig davon, in welcher Lage er sich befindet." Manuel Neuer adelte neben der Abwehrleistung auch seinen 19-jährigen Torhüterkollegen Lennart Moser: "Wir haben uns gute Chancen herausgearbeitet, haben aber auch gegen einen guten Torwart gespielt."

kon