Bayern-Trainer Kovac spricht von "Respekt"

Perisic-Wechsel zum FC Bayern rückt Stück für Stück näher

Ivan Perisic

Auf dem Sprung zum FC Bayern: Ivan Perisic. imago images

Die "Bild" berichtete bereits am Montagmittag davon, dass Perisic den Medizincheck in München absolviert haben soll - und der Wechsel des Spielers von Inter Mailand (seit 2015 im Verein, früher in Wolfsburg, Dortmund, Brügge) damit immer näher rückt.

Bayern-Trainer Niko Kovac hat das am Montagabend im Zuge des DFB-Pokal-Spiels in Cottbus indirekt weitergedreht - und mit Verärgerung auf kritische Kommentare zu der möglichen Verpflichtung des kroatischen Vize-Weltmeisters reagiert. "Man macht hier einen Spieler schlecht. Jeder Spieler hat den gleichen Respekt verdient. Man kann nicht über eine B-, C- oder D-Lösung sprechen. Da müssen wir uns alle mal hinterfragen", sagte Kovac der "ARD".

Auf Nachfrage sagte Kovac über Perisic, den er aus seiner Zeit als Nationaltrainer Kroatiens (2013-2015) kennt, außerdem: "Es ist richtig, dass er heute in München war. Das kann ich bestätigen. Sollte das alles gut laufen und die ganzen Papiere hin- und hergeschickt werden, sollte er Spieler von uns werden." Außerdem teilte der 47-Jährige bezüglich weiterer Transfers gegenüber "Sky" mit: "Die Bosse arbeiten noch an ein, bis zwei weiteren Verpflichtungen - und ich denke, die bekommen wir auch."

Auch Torwart Manuel Neuer bezog nach dem 3:1 gegen den FC Energie Stellung: "Er ist ein Spieler, der die Bundesliga sehr gut kennt, der flexibel ist in der Offensive."

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Perisic steht für Tore und Assists

Dem Vernehmen nach wird Perisic für ein Jahr von den Nerrazurri, wo er noch einen Vertrag bis 30. Juni 2022 hat, ausgeliehen. Danach sollen die Münchner die Möglichkeit haben, den 30-jährigen Offensiv-Routinier fest zu verpflichten. Das Gesamtvolumen soll sich mit 25 Millionen Euro auf einem überschaubaren Niveau bewegen. Er wäre damit die Ersatzlösung für Wunschspieler Sané von Manchester City, der sich allerdings schwer am Knie verletzt hatte.

Dass Perisic Qualität hat, hat der kroatische, 1,87 Meter große Linksaußen immer wieder bewiesen: In 42 Bundesliga-Partien für den BVB stehen neun Tore und vier Assists auf der Habenseite, in 70 Bundesliga-Spielen für die Wölfe deren 18 Treffer und neun Vorlagen. In Mailand hat sich der Angreifer dann immer mehr zur absoluten Stammkraft entwickelt: 37 Tore und 31 Assists in 141 Serie-A-Spielen sprechen für sich.

Kritik von Conte

Antonio Conte

Während Ex-Trainer Luciano Spalletti auf Ivan Perisic gesetzt hat, gibt es vom neuen Inter-Coach Antonio Conte Kritik. imago images

Unter dem neuen Trainer Antonio Conte, Nachfolger von Luciano Spalletti, sind die Einsatzchancen beim Champions-League-Klub zuletzt aber gesunken - eine richtige Position sei für Perisic laut Conte, der auch schon Mauro Icardi (Ziel offen) und Radja Nainggolan (Rückkehr zu Cagliari) aussortiert hat, schwer zu finden im neuen System. "Ich denke nicht, dass Perisic sich der Rolle annehmen kann, die ich von ihm verlange", so der Inter-Coach Ende Juli mit deutlichen Worten. "Es gibt bestimmte Charakteristika, die es auf Positionen zu erfüllen gilt - das kannst du nicht ändern. Und Stand jetzt, nach dem Empfinden, das ich wahrnehme, denke ich nicht, dass er dem Team das geben kann, was es benötigt."

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