Bundesliga

Umsatzrückgang beim BVB - wie erwartet

Dortmund legt am Dienstag seine Geschäftszahlen vor

Umsatzrückgang beim BVB - wie erwartet

Hans-Joachim Watzke

"Wir wachsen ordentlich": Hans-Joachim Watzke ist mit der Entwicklung zufrieden. Getty Images

536 Millionen Euro an Umsatzerlösen präsentierten Hans-Joachim Watzke als Vorsitzender der Geschäftsführung und sein Finanz-Geschäftsführer Thomas Treß am 24. August 2018. Bei der Bilanzpressekonferenz der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA wiesen sie aber auch darauf hin, dass dieser Höhenflug (32 Prozent mehr als im Jahr zuvor) vor allem Transfergeschäften geschuldet war. 222,7 Millionen Euro erlöste der BVB aus Verkäufen, das entsprach 41 Prozent des Gesamtumsatzes. Vor allem Ousmane Dembelé (105 Millionen Euro Sockel vom FC Barcelona) und Pierre-Emerick Aubameyang (63,75 Millionen Euro vom FC Arsenal) ließen die Kassen klingeln. Transferbereinigt betrug der Umsatz 313,3 Millionen Euro.

Wenn am Dienstag dieser Woche Watzke und Treß die aktuellen Zahlen vorlegen, wird der Umsatz voraussichtlich um einiges niedriger als 2018 ausfallen. Damit war zu rechnen: Die Transfererlöse lagen um rund 100 Millionen Euro unter denen der vergangenen Saison. An seinem Ziel, bis 2025 einen Jahresumsatz von 500 Millionen Euro ohne Transfers zu erreichen, hält Watzke weiter fest: "Wir wachsen ordentlich." Man kann wohl davon ausgehen, dass der aktuelle Umsatz ohne Transfers die zuletzt bilanzierten 313,3 Millionen Euro deutlich übertreffen wird.

BVB zahlt 150 Millionen Euro für Gehälter

Seinen Profis spendierte der Klub in der vergangenen Saison 150 Millionen Euro an Gehältern. Diese Summe soll sich in der neuen Saison nicht großartig verändern. Zwar belasten gut bezahlte Zugänge wie Mats Hummels, Julian Brandt, Thorgan Hazard oder Nico Schulz die Ausgabeseite, gleichzeitig trennte sich der BVB in den vergangenen Wochen aber auch von zehn Spielern - und spart allein durch den Weggang von André Schürrle, Abdou Diallo, Maximilian Philipp und Ömer Toprak 20 Millionen Euro pro Saison ein.

Mit einem wachsenden Jahresumsatz wird in den kommenden Jahren auch das Personalbudget steigen. Bei 500 Millionen Euro Umsatz sind mittelfristig auch Gehaltskosten von 200 Millionen Euro pro Saison denkbar.

Thomas Hennecke

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