Pokaleuphorie in Halle vor Duell mit Wolfsburg

HFC-Coach Ziegner: "Träumen gehört nicht zum Trainer-Job"

Hallescher FC

Nach drei Siegen in Serie: Euphorie in Halle. imago images

Dass bereits 12.000 Tickets verkauft wurden, findet HFC-Trainer Torsten Ziegner, wie er auf der Vereinswebsite zitiert wurde, "cool". Er hoffe aber auch, "dass nicht nur der Bundesligist aus Wolfsburg der Grund für die große Resonanz ist, sondern dass unsere Mannschaft mit ihrer Art und Weise zieht. Noch schöner wäre es, eine Leistung abzuliefern, die zum Wiederkommen animiert."

"Ich glaube nicht, dass wir gar keine Chance haben"

Das dürfte gegen Wolfsburg, das sich als Sechstplatzierter der vergangenen Bundesliga-Saison für die Europa League qualifizierte, sicherlich nicht leicht werden. Der 41-Jährige prognostizierte: "Wenn der VfL einen Sahnetag erwischt, können wir machen was wir wollen. Aber ich glaube nicht, dass wir gar keine Chance haben." Obwohl für Ziegner "Mannschaften wie Wolfsburg in einer anderen Welt" spielen und "es seine Gründe hat, dass diese Jungs in der ersten und nicht in der dritten Liga spielen", seien auch die Bundesligaspieler keine "Roboter". Halle möchte den Gegner demnach "auf unsere Art und Weise dazu zwingen, Fehler zu machen".

Als große Stärke des Gegners hob Ziegner "gute Standards" hervor, eine Schwäche sei bei einem Bundesligisten freilich schwer auszumachen: "Wenn man sich Bundesligisten anschaut und Schwachstellen sucht, ist es, wie die Nadel im Heuhaufen zu finden."

Hilfe von Marco Rose

Um den neuen VfL-Trainer Oliver Glasner vor Probleme zu stellen, holte sich Ziegner auch Hilfe von seinem ehemaligen Mainzer Mannschaftskollegen Marco Rose, der den Wolfsburger Coach bereits aus der österreichischen Liga kennt. Was Halle zudem in die Karten spielt, sind natürlich auch die absolvierten Pflichtspiele: Während der HFC bereits vier Spiele in der Liga bestritten und davon drei gewonnen hat, steht Glasner mit Wolfsburg in Halle vor dem Pflichtspieldebüt. Dann zeigt sich, ob das Team den positiven Eindruck aus der Vorbereitung bestätigen kann und Glasners 3-4-2-1-System sowohl verstanden als auch verinnerlicht hat.

Ziegner, der als Spieler zweimal im Pokal-Halbfinale stand, gab sich vor dem Duell sehr realistisch und bremste ein wenig die Euphorie: "Erst das Spiel wird zeigen, ob es erlaubt ist, anzufangen zu träumen. Vorher zu träumen, gehört nicht zum Trainer-Job."

kon

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