U-21-Europameister wird weiter mit Bayer in Verbindung gebracht

Rolfes schließt Olmo-Deal aus: "Keinen Transfer mehr in dieser Größenordnung"

Dani Olmo

In diesem Sommer zu teuer für Bayer: Dani Olmo. imago images

Dabei hat Bayer die Brandt-Position inzwischen mit dem für neun Millionen Euro aus Hoffenheim geholten Nadiem Amiri besetzt. Da Trainer Peter Bosz in der Vorbereitung auch den verbesserten Paulinho sowie den eigentlich für den Flügel geholten Moussa Diaby als Partner von Kai Havertz im Offensivzentrum testete, besteht auf der Zehn kein akuter Bedarf.

Dennoch nennen kroatische und spanische Medien den U-21-Europameister Dani Olmo weiterhin als aktuellen Kandidaten bei Bayer 04. Und völlig abwegig ist dieser Gedanke natürlich nicht. Schließlich wäre es typisch Bayer, sich frühzeitig einen Ersatz zu sichern für Kai Havertz, der voraussichtlich im Sommer 2020 den Klub verlassen wird. Und dass Zugänge für den Werksklub im kommenden Sommer schnell deutlich teurer werden dürfte, falls Havertz für einen zu erwartenden dreistelligen Millionenbetrag verkauft wird, ist auch klar.

Zagreb will wohl mehr als 30 Millionen Euro

Schlägt Bayer also bei dem offensiven Mittelfeldspieler nochmal groß zu, für den Zagreb wohl mehr als 30 Millionen Euro Ablöse kassieren möchte? Simon Rolfes schließt dies auf Nachfrage gegenüber dem kicker aus: "Einen Transfer in dieser Größenordnung werden wir in diesem Sommer sicher nicht mehr machen", stellt der Sportdirektor eindeutig fest. Einen Wechsel von Dani Olmo, der jüngst auch mit Bayern München und AS Rom in Verbindung gebracht wurde, wird es zumindest zu Bayer 04 Leverkusen bis zur Schließung des Transferfensters am 2. September nicht geben.

Bosz wundert's nicht: Amiri fehlt noch die Bindung

Bei Bayer soll Amiri die Brandt-Lücke schließen. Am Samstag beim DFB-Pokalspiel in Aachen stand der 22-Jährige erstmals in der Leverkusener Startaufstellung. Der Rechtsfuß agierte zwar engagiert und bereitete auch das 2:0 von Kevin Volland vor, allerdings fehlte ihm oft noch die Bindung zu den Nebenleuten. Trainer Peter Bosz verwundert dies nicht: "Wie lange ist er bei uns?", fragt der Niederländer rhetorisch, "zwei Wochen. Unsere Spielweise ist komplett anders als die von Hoffenheim. Das ist für Kerem (Demirbay, kam ebenfalls aus Hoffenheim, Anm. d. Red.) so und auch für ihn." Und auch Amiri gab zu: "In den Halbräumen war es sehr schwer angespielt zu werden, weil Aachen es da sehr eng gemacht hat. Es war schon klar, dass die tief stehen werden und es schwer wird." Doch der Ende Juli geholte Offensivakteur ist zuversichtlich, dass er sich schnell integriert und bald voll da ist. Wie lange das dauert? Amiri: "Gute zwei Wochen oder vielleicht nur eine - das Spiel hat mir auf alle Fälle sehr gut getan." Und Sorgen wegen eines weiteren Konkurrenten aus Zagreb muss er sich ja auch nicht machen.

Stephan von Nocks

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