Club gewinnt spät gegen den FC Ingolstadt

Torschütze Dovedan: "Das war ein Weltklasse-Ball von Kerki"

Nikola Dovedan und Sebastian Kerk

Torschütze und Assistgeber: Nikola Dovedan und Sebastian Kerk. imago images

Gegen den Drittligisten FC Ingolstadt wurden die Franken im Vorfeld als Favorit gehandelt - vier Tage nach dem 0:4 gegen den Hamburger SV schien das Pokalmatch im Audi Sportpark durchaus eine undankbare Aufgabe zu sein. Und genau das ließen die Schanzer den Club auch spüren. "Es war ein sehr intensives Spiel, das uns vor allem nach dem Duell gegen den HSV am Montag sehr gefordert hat", zollte Canadi dem FCI großen Respekt.

Komplimente für beide Teams

Aber nicht nur die Oberbayern erwähnte der Österreicher lobend, auch seinem Team musste er "ein Kompliment aussprechen. Es ist als Mannschaft geschlossen aufgetreten und hat immer an sich geglaubt", so der Coach. Hatte man in Durchgang Nummer eins "noch ein wenig die Nervosität gemerkt", habe man "nach der Pause sicherer gespielt" und sich kurz vor Spielende mit dem goldenen Tor durch Dovedan belohnt.

Seinen Landsmann hob der 49-Jährige ob seines zweiten Pflichtspieltreffers in Diensten des fränkischen Altmeisters namentlich hervor, schließlich war der 25-Jährige "im entscheidenden Moment da, das zeichnet ihn aus". Der Spieler selbst wusste direkt, bei wem er sich zu bedanken hatte: "Das war ein Weltklasse-Ball von Kerki, zum Glück ist er am Ende reingegangen", erinnerte Dovedan auf der vereinseigenen Website an die stark getimte Flanke von Sebastian Kerk.

Wir haben gegen den Tabellenführer der 3. Liga gespielt, das ist keine Laufkundschaft.

Sebastian Kerk

Dass genau diese beiden Akteure mit einer Koproduktion einen entscheidenden Anteil am Weiterkommen hatten, hatte sich gar ein wenig angekündigt. In einer Drangphase nach der Pause sorgte vor allem das Duo Kerk/Dovedan "kombinationsmäßig" für das ein oder andere spielerische Element (48./51.) - wenngleich dies nicht von Erfolg gekrönt war. Bis zur 87. Minute.

Hat Kerk seine Chance genutzt?

Vorlagengeber Kerk, einer von sechs Neuen in der Startelf ("Ich habe in den letzten Wochen hart trainiert und mich gut angeboten"), sah nach dem Weiterkommen vor allem einen wichtigen Punkt abgehakt: "Wir wollten Hamburg schnellstmöglich aus dem Kopf bekommen", so Nürnbergs Nummer 10 über das "erwartet harte Spiel" - schließlich "haben wir gegen den Tabellenführer der 3. Liga gespielt, das ist keine Laufkundschaft".

Dass es gegen die Schanzer teilweise auch brenzlige Situationen gegeben hatte, wollte von den Nürnbergern niemand unter den Tisch fallen lassen. Vielmehr müsse die Mannschaft, so Dovedan, "weiter an sich arbeiten. Wir sind viele neue Spieler, aber ich glaube, dass wir in ein paar Wochen richtig guten Fußball spielen können." Und bis dahin reicht auch ein klassischer Pokalfight, wie Canadi abschließend wusste: "Im Pokal zählt das Weiterkommen, das ist uns gelungen."

kög

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Bilder zur Partie FC Ingolstadt 04 - 1. FC Nürnberg