Osnabrück glaubt an Pokal-Coup gegen Leipzig

Thioune: "Wie Taschenmesser gegen Schwerter"

Daniel Thioune

"Das Vertrauen in meine Mannschaft ist verdammt groß": Osnabrücks Trainer Daniel Thioune. imago images

Thiounes Augen leuchteten, als er über die "Herkulesaufgabe" gegen den Bundesligisten aus Leipzig sprach. Chancenlos sieht der 45-jährige Trainer sein Team nicht: "Das Vertrauen in meine Mannschaft ist verdammt groß. Sonst würde ich am Sonntag mit meiner Familie Spazieren gehen und nicht über Fußball nachdenken. Meine Mannschaft hat in den letzten Wochen gezeigt, dass sie in der Lage ist, Großes zu erreichen, wenn man an sie glaubt. Meine Spieler wissen auch, dass der Pokal seine eigenen Gesetze hat. Das Spiel muss für jeden etwas Besonderes sein."

Bei Mittelfeldmann Ulrich Taffertshofer scheint diese Botschaft angekommen zu sein. "Ich freue mich brutal", sagte der 27-Jährige über das Los Leipzig und geht furchtlos in diese Partie: "Man muss immer dran glauben, sonst braucht man nicht antreten. Wir müssen alles raushauen, damit es klappen kann."

Welchen Matchplan zieht Thioune aus der Schublade?

Aus seiner Underdog-Rolle machte der VfL kein Geheimnis. Leipzig habe einen "exorbitant gut besetzten Kader", so Thioune, der mit Worten ein Bild malte: "Es ist ein bisschen wie Taschenmesser gegen Schwerter: Vielleicht können wir sie mit unseren Taschenmessern ein wenig verletzen - wir müssen aber auch aufpassen, dass wir das Schwert nicht abbekommen. Wir können die eine oder andere Schublade bedienen. Ich werde meine Mannschaft darüber informieren, was da für Werkzeuge drin sind. Vielleicht habe ich doch ein größeres Taschenmesser da drin."

Personelle Engpässe

Osnabrück geht mit großem Herz, aber personell dezimiert ins Duell mit RB. Acht Spieler (Ajdini, Engel, Farrona Pulido, Haubrock, Henning, Riemann, Schmidt, Trapp) fallen aus. "Die Kadernominierung wird mir sehr leicht fallen", unkte Thioune, der auch den einen oder anderen U-19-Spieler ins Aufgebot nominieren möchte. Im Pokal würden ohnehin andere Faktoren zählen: "Leidenschaft ist ganz wichtig, die Intensität muss höher als beim Gegner sein, wir müssen mehr laufen, mehr kratzen, unsere Zweikämpfe gewinnen", zählte der VfL-Trainer auf. "Wir wollen ein ganz ekliger Gegner sein."

cru