1860 zwischen Liga-Frust und Bayern-Pokal

Erdmann: "Nicht verloren, weil wir scheiße sind"

Dennis Erdmann

Übte nach der 0:4-Niederlage in Mannheim ordentlich Kritik: Dennis Erdmann. imago images

"Mit Kinderfußball hast du in dieser Liga jedoch keine Chance", wütete Dennis Erdmann nach der 0:4-Pleite bei Waldhof Mannheim. "Wir haben nicht verloren, weil wir scheiße sind, sondern, weil wir dumm waren", verharmloste der 28-Jährige seine heftige Kritik dann aber doch noch. Die Niederlage in Mannheim war die sechste Auswärtspleite der Münchener in Folge. Die Heimstatistik sieht indes besser aus: Aus den ersten beiden Spielen im Stadion an der Grünwalder Straße holten die Löwen vier Punkte. "Mir fehlt die Balance", konstatiere 1860-Geschäftsführer Günther Gorenzel wegen der vielen Gegentore.

Lex kehrt nach Verletzung zurück

Für Auftrieb im Münchener Spiel könnten Stefan Lex und Timo Gebhart sorgen. Lex ist nach schwerer Sprunggelenksverletzung aus der Vorsaison wieder einsatzbereit, Gebhart hat mittlerweile ein für mehr Spielzeit ausreichendes Fitness-Level erreicht. Doch abgeschlossen sind die Transferaktivitäten beim TSV keineswegs. Die Löwen suchen weiter mit Hochdruck nach einem Stürmer. "Es laufen im Hintergrund viele Gespräche", so Gorenzel.

Pflichtaufgabe in Schweinfurt erfüllt

Ein bisschen Selbstbewusstsein für die kommenden Aufgaben wird der TSV im Bayerischen Landespokal gesammelt haben, auch wenn mit den Freien Turnern Schweinfurt aus der Landesliga kein allzu starker Gegner auf den Drittligisten wartete. Die Münchener gewannen 6:1, Markus Ziereis gelang dabei ein Dreierpack. "Wir haben den Gegner absolut ernst genommen, uns vorher informiert. Das Weiterkommen ist das Wichtigste", äußerte sich Löwen-Trainer Daniel Bierofka nach dem Spiel auf der Vereinswebsite.

Rekonvaleszent Lex stand dabei 66 Minuten auf dem Platz, ehe er für Noel Nieman ausgewechselt wurde. "Es war wichtig, dass er Spielpraxis sammeln konnte. Die ersten 45 Minuten von ihm waren gut, in der zweiten Halbzeit hat er sich dann etwas schwer getan", schätzte Bierofka das Comeback des 29-Jährigen ein.

kon / Uli Kellner