Creative Director Prior über die Funktionen

VOLTA - Der Modus, der Hürden einreißen soll

VOLTA will die Barrieren abbauen: Männer und Frauen spielen hier gleichberechtigt auf dem virtuellen Platz.

VOLTA will die Barrieren abbauen: Männer und Frauen spielen hier gleichberechtigt auf dem virtuellen Platz. EA SPORTS

Virgil van Dijk gegen Megan Rapinoe - das wäre im echten Leben ein ungleicher Zweikampf und wird so auf dem virtuellen Rasen niemals vorkommen, denn EAs Entwickler sind von der FIFA verpflichtet, Authentizität zu liefern. VOLTA soll dennoch etwas aufbrechen: Hürden will FIFA Producer und Creative Director Matt Prior mit ihm einreißen. Im Interview mit uns nennt er vor allem zwei Punkte, an denen VOLTA Barrieren abbauen soll: Einstieg neuer Spieler und die Möglichkeit, mit Männern und Frauen auf demselben Platz zu spielen.

Frauen und Männer gemeinsam auf dem Platz

Frauen fanden in FIFA bisher nur im Rahmen der Nationalteams und zuletzt in der Gestalt von Kim Hunter im Storymodus The Journey statt. Das ändert EA mit dem kommenden FIFA-Teil: In VOLTA lassen sich Frauen und Männer gleichberechtigt spielen. "Die Spieler werden für die Straße angeglichen", sagt Prior. Eine Situation Van Dijk vs. Rapinoe wäre in der Tat unfair, meint der Producer. "Wir haben es quasi ein bisschen angeglichen, was das angeht", erklärt er weiter und lässt offen, worin diese Angleichung bestehen wird. Allerdings werde man nur in VOLTA mit Männern und Frauen gleichzeitig spielen können. Für die Futsal-Modi muss jeder wieder auf vorgefertigte Mannschaften zurückgreifen, und dort bleiben die Geschlechter getrennt.

VOLTA richtet sich auch an Einsteiger

Aber nicht nur den Gender Gap soll VOLTA überwinden. Prior denkt, wie jedes Jahr, besonders auch an die Neueinsteiger. Die will er unbedingt abholen und dafür sei VOLTA der perfekte Modus. "Du musst kein Fan einer Mannschaft sein und du brauchst auch die Fußballregeln nicht zu verstehen, um VOLTA spielen zu können."

Der neue Modus wird dieselbe Engine nutzen wie das 11-gegen-11. FIFA Street war seinerzeit ein eigenständiges Spiel, und genau das galt es zu vermeiden, sagt Prior: "Wir wollten keine Situation schaffen, in der Spieler gut in VOLTA werden, dann zum 11vs11 wechseln und das Gefühl haben, alles neu lernen zu müssen." Deswegen sei auch die Steuerung im Prinzip dieselbe, nur Skill Moves und Tricks seien vereinfacht worden.

"Skills sind normalerweise die Domäne der Hardcore-Spieler, wir wollten es casual machen", fasst Prior den Gedankengang hinter der Vereinfachung zusammen. Aber nicht nur Neulinge sollen sich schnell zurechtfinden, auch Spieler, die schon jahrelang FIFA zocken, sollen ihre Fähigkeiten in VOLTA einbringen können. Deswegen habe man dieselbe Engine gewählt. Denn schlussendlich werde VOLTA zwar auf der Straße gespielt und sei deutlich stärker auf Tricks ausgelegt, aber sei eben immer noch Fußball. "Passen, schießen, punkten, gewinnen - es war einfach sinnvoll, die neue Engine um unsere Kern-Engine herumzubauen."

Mehr zum neuen Modus? Alle Infos zu VOLTA bekommt Ihr auf einen Blick hier.

Holm Kräusche/Nicole Lange

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