3. Liga

Würzburg: Kommt Hoffenheim zur Unzeit oder gerade richtig?

Die Kickers befinden sich früh im Formtief

Würzburg: Kommt Hoffenheim zur Unzeit oder gerade richtig?

Schwache Form: Kapitän Sebastian Schuppan mit seinen Würzburger Kickers.

Schwache Form: Kapitän Sebastian Schuppan mit seinen Würzburger Kickers. imago images

Die Misere fing an mit der denkwürdigen 4:5-Niederlage bei der SpVgg Unterhaching. In den folgenden eineinhalb Wochen bekleckerte sich der FWK nicht gerade mit Ruhm. In der 3. Liga unterlag die Elf von Trainer Michael Schiele zunächst Großaspach und schließlich dem FC Ingolstadt jeweils deutlich mit 0:3. Nach dem erfolgreichen Saisonstart mit dem 3:1-Sieg über die Reserve des FC Bayern rutschte Würzburg dadurch auf Rang 17 ab.

U 19 vom FCA und Kreisligist als Stolpersteine

Einen Tag nach der Pleite gegen Ingolstadt absolvierten die Unterfranken ein Testspiel gegen die U 19 vom FC Augsburg. Die Spieler aus der zweiten Reihe sollten sich in den Vordergrund schießen - was gründlich misslang. Gegen den Bundesliga-Nachwuchs unterlag Würzburg mit 1:4.

Fast hätte es vier Tage darauf eine noch größere Überraschung gegeben. Obwohl in Leroy Kwadwo, Dominik Widemann, Dave Gnaase, Lion Schweers, Yassin Ibrahim und Patrick Sontheimer einige arrivierte Drittligakräfte zum Einsatz kamen, schrammte Würzburg im Erstrundenspiel des Landespokals knapp an einer Blamage vorbei. Beim Kreisligisten SV Mosbach lagen die Kickers zwischenzeitlich 1:3 hinten, drehten die Partie erst in der Schlussphase in einen 5:3-Sieg. "Dass wir in beiden Hälften so unkonzentriert starten, kann einfach nicht sein. Es war insgesamt viel zu wenig und darf niemals so weit kommen, einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen zu müssen", bemängelte Schiele.

Der Fokus liegt auf der Defensive

Am Samstag (18.30 Uhr, LIVE bei kicker.de) steht dem FWK mit dem Pokalspiel gegen Hoffenheim ein ganz anderes Kaliber bevor. Hinsichtlich 18 Gegentreffern in den vergangenen fünf Partien ist die Marschroute klar, wie Kapitän und Verteidiger Sebastian Schuppan im Gespräch mit "achtzehn99.de" angab: "Wir müssen defensiv stabil stehen. Das ist uns zuletzt nicht so gut gelungen." Nur hinten reinstellen, hält er jedoch für keine angemessene Taktik des Außenseiters: "Die Vergangenheit hat gezeigt, dass diese Spielweise nicht unbedingt erfolgreich ist."

Einen Vorteil für die Mainfranken sieht der 33-Jährige darin, dass sie in dieser Saison bereits fünf Pflichtspiele absolvieren konnten, während Hoffenheims Saison erst mit dem Spiel am Samstag beginnt: "Den Pflichtspiel-Rhythmus kann man mit Testspielen nicht simulieren. Das ist etwas ganz anderes. Aber natürlich hat die TSG eine enorme Qualität und ist großer Favorit."

mxb

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