Sportdirektor sieht Aachener Hexenkessel als Vorteil - Bosz warnt die Profis

Rolfes vor Tivoli-Rückkehr: "Das ist wie ein Bundesligaspiel"

Kennt den Tivoli: Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes.

Kennt den Tivoli: Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes. imago images

Zumindest die Rahmenbedingungen werden erstklassig sein, wenn Bayer 04 Leverkusen am Samstag um 15.30 Uhr zu bester Bundesliga-Anstoßzeit bei Alemannia Aachen zum ersten Pflichtspiel der Saison antritt. Der neue Tivoli in Aachen wird mit seinen 32.960 Plätzen ausverkauft sein, die Werkself im Erstrundenspiel im DFB-Pokal bei Alemannia Aachen in einem Hexenkessel auflaufen.

Simon Rolfes freut sich ganz besonders auf den Pflichtspielauftakt. "Super. Die Atmosphäre am Tivoli, ein volles Stadion. Das ist wie ein Bundesligaspiel", sagt Leverkusens Sportdirektor, der einst selbst als Profi in der Saison 2004/2005 für die Alemannia kickte. Übrigens: Auch Leverkusens Topstar Kai Havertz (20) hat eine Aachener Vergangenheit, spielte in der Saison 2009/2010 als 10-Jähriger für die Alemannia.

Vorbereitung wie auf ein Bundesligaspiel

Die hitzige Atmosphäre in Aachen hat Havertz bislang noch nicht aus Spielerperspektive erlebt. Rolfes hingegen schon, der die stimmgewaltige Kulisse sogar als Vorteil für seine Mannschaft einschätzt. "Das ist für uns eine gute Chance, einen richtigen Auftakt zu haben. Das ist ein gutes Los, auch wenn ich weiß, wie die Stimmung am Tivoli ist." Doch die Gefahr, dass die Bundesliga-Profis am Samstag nicht die richtige Spannung aufbauen, sieht Rolfes durch die Rahmenbedingungen im Vergleich zu einem Erstrundenspiel auf dem Dorf minimiert.

Dafür soll auch der Vorlauf der Pokalpartie sorgen. Trotz der räumlichen Nähe zu Aachen wird Bayer 04 wie bei einem Bundesligaspiel schon am Tag zuvor anreisen und in Aachen im Hotel übernachten. Der Fokus wird ganz eindeutig auf das erste Pflichtspiel der Saison gelegt. Und dies ist auch nötig, wie Peter Bosz betont. "Das wird nicht einfach", erklärt der Trainer, der weiß, dass seine Mannschaft gegen einen spielerisch unterlegenen Gegner in Sachen Engagement zu 100 Prozent dagegenhalten muss. "Aachen wird Vollgas geben, aber das müssen wir auch. Nur dann wird man die Qualität, die bei uns normalerweise besser sein muss, sehen", sagt der Niederländer, der nochmal mahnenden den Zeigefinger hebt, wenn er anfügt: "Aber das klappt nur, wenn wir genau mit derselben Einstellung spielen, mit der Aachen spielen will."

Stephan von Nocks

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