Hütter freut sich auf das Duell mit "Angstgegner" Vaduz

Eintracht: Ohne Trapp, aber mit Hinteregger und Rebic?

Martin Hinteregger, Adi Hütter, Ante Rebic (v.l.)

Mit einem Top-Duo gegen Vaduz? Eintracht-Coach Adi Hütter ließ sich nicht in die Karten schauen. imago

Gute Erfahrungen hat Frankfurts Coach mit dem beschaulichen Vaduz bislang nicht gemacht - zumindest sportlicher Natur. Viermal trat Hütter mit seinem Ex-Klub Young Boys Bern in der Hauptstadt des Fürstentum Lichtenstein an. Viermal kehrte er mit dem amtierenden Schweizer Meister ohne Sieg in die Heimat zurück. "Ich kenne die Gegend gut. Ich habe hier mit Bern dreimal unentschieden gespielt und einmal verloren", erklärte Hütter auf der Pressekonferenz am Mittwochabend mit einem leichten Schmunzeln im Gesicht. Dennoch stehe er seiner Rückkehr in das 5.600-Einwohner-Städtchen positiv gegenüber. "Ich freue mich auf das Duell."

Klassenunterschied spielt für Hütter keine Rolle

Das Ergebnis "soll nun natürlich ein anderes sein. Aber ich erwarte einen starken Gegner." So Hütters Schlussfolgerung nach dem Video-Studium. "Vaduz hat seine Qualitäten, das haben sie gegen Fehervar gezeigt." Nach einer 0:1-Niederlage im Hinspiel hatte sich das Team von Trainer Mario Frick im Rückspiel nach Verlängerung (2:0) das Weiterkommen gegen den ungarischen Vizemeister gesichert. Die Fäden im Mittelfeld zog dabei wieder einmal Milan Gajic. Für Hütter ein alter Bekannter. Von 2015 bis 2017 trainierte er den heute 32-jährigen Serben in Bern. Dass sein Team dennoch als haushoher Favorit in das Duell gegen den in der zweiten Schweizer Liga spielenden FC Vaduz gehe, wollte der 49-Jährige gar nicht abstreiten. "Aber wir nehmen jeden Gegner ernst."

Die Zielsetzung hat sich bei den Adler-Trägern trotz des "großen Respekts" vor Vaduz aber nicht verändert: "Die Mannschaft hat die Ambitionen, in die Gruppenphase einzuziehen. Dazu werde ich meinen Teil beitragen, aber wir haben genügend erfahrene Spieler, die wissen was zu tun ist", so Hütter. Um ganze 147 Bundesliga-Spiele und drei Länderspiel-Einsätze reicher ist der Eintracht-Kader nach Kevin Trapps Rückkehr. In Lichtenstein steht der zweimalige französische Meister (mit PSG) aber noch nicht zur Verfügung.

Feiert Hinteregger sein Comeback?

Ganz im Gegensatz zu Ante Rebic und Martin Hinteregger. Beide sind mit auf die Europa-League-Reise gegangen. Die wiedergewonnene Qualität macht Frankfurts Trainer glücklich: "Zu Anfang der Vorbereitung haben uns nicht nur fünf Schlüsselspieler, sondern zugleich absolute Topspieler der Bundesliga gefehlt. Drei haben wir jetzt zurück." Gerade Hinteregger stelle nach ausgestandener Verletzung "eine Option" für die Anfangsformation dar. "Der Rippe geht es gut, er ist fit." Bei Rebic wolle man dagegen die Eindrücke des Abschlusstrainings abwarten. "Ich habe bis morgen Abend Zeit, um über einen Einsatz zu entscheiden", erklärte Hütter.

Die Vorzeichen stehen also gut, dass der Österreicher beim fünften Anlauf endlich den ersten Sieg an der Seitenlinie des Vaduzer Rheinpark Stadions feiern kann. Es wäre der gelungene Auftakt in die erste englische Woche. Zwischen den beiden Qualifikationspartien treten die Hessen am Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) in der 1. Runde des DFB-Pokals beim Drittligsten SV Waldhof Mannheim an.

tow