DFB-Pokal - 1. Runde, Sonntag, Spiele um 15.30 Uhr

Rebic rettet Frankfurt - nur Saarbrücken schafft die Überraschung

Mann des Tages: Ante Rebic gelang in Mannheim ein Hattrick.

Mann des Tages: Ante Rebic gelang in Mannheim ein Hattrick. imago images

In Mannheim lag schon nach wenigen Minuten eine Pokalsensation in der Luft. Sulejmani knipste in der 3. und in der 11. Minute für den Drittligisten. Beinahe wäre Diring gar das 3:0 gelungen (20.), stattdessen markierte Neuzugang Kamada den Anschlusstreffer für die Hessen. In der Nachspielzeit beruhigte dann Kostic mit einem satten 20-Meter-Schuss ein wenig die Nerven der Eintracht-Fans, mit 2:2 ging es in die Pause. Doch es blieb wild in der Kurpfalz: Marx stellte auf 3:2 (73.), Rebic glich jedoch nur drei Minuten später wieder aus. Es war letztlich der Kroate, der den Unterschied machte, denn Rebic gelang mit seinen Treffern in der 82. und 88. Minute ein lupenreiner Hattrick - 5:3.

Leipzig müht sich in Osnabrück in die nächste Runde

Leipzig kam in Osnabrück perfekt aus den Startlöchern, Sabitzer schlug bereits in der 7. Minute zu. Ganz so leicht wollte es der Zweitliga-Aufsteiger dem Champions-League-Teilnehmer nicht machen, Amenyido hatte die schnelle Antwort parat - 1:1. Doch die Sachsen ließen sich nicht beirren: Klostermann (29.) und Sabitzer (31.) rückten die Verhältnisse wieder zurecht, ehe Alvarez per Elfmetertreffer wieder Pfeffer in die Partie brachte. Doch mehr war nicht drin für den VfL, RB zog mit mehr Mühe als erwartet in die nächste Runde ein.

Berlin lässt nichts anbrennen

Richtig flüssig lief es bei der Hertha. Beim Regionalligisten Eichstätt war erst Darida (11.) und nur eine Minute später Ibisevic zur Stelle, der Kapitän stellte in der 31. Minute sogar auf 3:0. Die Entscheidung? Noch nicht ganz. Kügel verkürzte in der 52. Minute per Kopf auf 1:3, nach Kalous Treffer in der 62. Minute war die Messe aber endgültig gelesen. Esswein (75.) legte noch einen drauf, das 5:1 war gleichzeitig der Endstand im Ingolstädter Audi-Sportpark.

Union überzeugt gegen Halberstadt

Auch Bundesliga-Aufsteiger Union Berlin geriet bei Germania Halberstadt nicht in Gefahr. Schlotterbeck (27.), Andersson (65.) und Lenz (67.) ließen wenig Spannung beim Regionalligisten aufkommen, Mees (71.), Andrich (76.) und Ujah (89.) sorgten letztlich für ein standesgemäßen 6:0-Endstand.

Paderborn zittert sich im Elfmeterschießen weiter

Aufregender war der Pokalfight von Paderborn in Rödinghausen. Nach den Treffern von Hünemeier (29., direkter Freistoß) und Antwi-Adjei sah alles nach einer klaren Sache aus. Dann aber verkürzte Engelmann in der 53. Minute auf 1:2 und ließ dadurch die Spannung zurückkehren. Mamba stellte mit dem 3:1 den alten Abstand wieder her (73.), doch der Regionalligist ließ sich nicht abschütteln. Lokotsch verkürzte zuerst per Kopf (80.) und traf dann tatsächlich in der 85. Minute zum 3:3. Die Verlängerung blieb torlos, so ging es ins Elfmeterschießen. SCP-Keeper Huth hielt die Versuche von Lokotsch und Steffen, die Paderborner Schützen behielten allesamt die Nerven. Also doch kein Fehlstart für den Bundesliga-Aufsteiger in die neue Saison...

Auch St. Pauli muss auf den Jubel lange warten

Heiß her ging es auch zwischen Lübeck und St. Pauli. Der Außenseiter lag schon mit 2:0 (Deichmann 9., Thiel 55.) in Front, dann aber drehte der Zweitligist gegen den Regionalligisten auf. Sobota (63.) und Diamantakos (66.) brachten St. Pauli in die Verlängerung - und in der war Knoll in der 94. Minute erfolgreich. Arslans Treffer fünf Minuten vor Schluss war aber gleichbedeutend mit einem weiteren Elfmeterschießen, an dem Diamantakos (Rote Karte wegen Tätlichkeit) nicht mehr teilnehmen durfte. Machte nichts. Nur Hoffmann scheiterte an Keeper Raeder, auf Seiten der Lübecker vergaben Arslan (drüber) und Fernandes - Himmelmann parierte entscheidend und sorgte so für Jubelstürme bei den Hamburgern.

Saarbrücken lässt Regensburg abblitzen

Jubeltraube: Saarbrücken ließ Regensburg ratlos zurück.

Jubeltraube: Saarbrücken ließ Regensburg ratlos zurück. imago images

Die einzige Überraschung am Nachmittag gelang letztlich Saarbrücken. Der Viertligist ging dank Jurcher (53.) in Front, dann aber drehten Besuschkow (64.) und Grüttner (74.) die Partie zugunsten der Oberpfälzer. Doch der FCS zeigte den nötigen Willen, zumal er nur eine Minute nach dem 1:2 in Überzahl spielte (Gelb-Rot für Besuschkow). Zeitz (76.) glich direkt danach aus, Jurcher traf in der Nachspielzeit zum vielumjubelten 3:2 für die Truppe von Dirk Lottner. Randnotiz: Regensburgs Geipl sah Sekunden vor Schlusspfiff ebenfalls noch die Gelb-Rote Karte.

Kiel und Darmstadt siegen bei Underdogs deutlich

Ein Schützenfest feierte Kiel bei Fünftligist Salmrohr (6:0), Baku traf allein dreimal. Auch Darmstadt machte mit einem weiteren Fünftligisten, dem FC Oberneuland, beim 6:1 kurzen Prozess. Angreifer Dursun ragte mit einem Dreierpack heraus.

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Bilder zur Partie Waldhof Mannheim - Eintracht Frankfurt