DFB-Pokal - 1. Runde, Samstag, Spiele um 15.30 Uhr

Bayer 4:1, Drochtersen vs. Schalke 0:5 - FCK überrascht Mainz

Nadiem Amiri (links) und Kevin Volland

Gute Laune: Nadiem Amiri (links) und Torschütze Kevin Volland genossen offensichtlich das Pokalspiel in Aachen. imago images

Eigentor, Volland, Bailey, Havertz: Leverkusen zieht souverän weiter

Etwas mehr als eine Autostunde trennen die beiden Klubs Alemannia Aachen und Bayer 04 Leverkusen voneinander. Im Zuge der 1. Runde im DFB-Pokal trafen der Regional- und der Bundesligist nun direkt aufeinander, wobei die beiden aus Hoffenheim gekommenen Neuzugänge Amiri und Demirbay ihr Pflichtspieldebüt für die Werkself gaben. Nach überschaubarem Start profitierte Leverkusen dann direkt von einem bitteren Eigentor: Hackenberg "klärte" - ohne unter Druck zu stehen - ins Gehäuse seines Torwarts Cymer (19.). Ein eiskalter Abschluss von Volland (39.) sorgte fürs 2:0.

Allzu leicht machte es die Alemannia Bayer aber nicht - und verkürzte durch Batarilo-Cerdic auf 1:2 (56.). Dann wechselte Leverkusens Trainer Peter Bosz die Entscheidung ein: Joker Bailey kam und traf noch in derselben Minute (72.). Aushängeschild Havertz sorgte noch für das 4:1 (88.), dann war Schluss - und die Werkself buchte das Zweitrunden-Ticket.

FCK gleich zweimal im Glück - und weiter!

Timmy Thiele (links) und Stefan Bell

Szene des Spiels: FCK-Profi Timmy Thiele (links) trifft den Mainzer Stefan Bell, beide Akteure fallen - es gibt Elfmeter. imago images

Pokalzeit war auch auf dem Betzenberg angesagt: Drittligist Kaiserslautern erwartete Bundesliga-Klub FSV Mainz 05 zum rheinland-pfälzischen Nachbarschaftsduell - und zwar bei toller Stimmung im gut besetzten Fritz-Walter-Stadion. Es sollte intensiv wie kurzweilig zugehen, wenngleich Tore in den ersten 45 Minuten fehlten. Die Mainzer verzeichneten bessere Chancen, der FCK spielte mit Herz, zeigte Willen, hielt dagegen - und hatte im zweiten Durchgang doppelt Glück. Zunächst gab es hier beim Zweikampf zwischen Thiele und Bell einen arg diskutablen Elfmeter, ehe Starke anlief und den von Referee Felix Zwayer zugesprochenen Strafstoß mit reichlich Fortune verwandelte (63., Torwart Müller war dran). In der Schlussphase warfen die Roten Teufel alles rein, nahmen jeden Zweikampf an, verteidigten das eigene Tor, retteten einmal gerade so vor der Torlinie, schafften dann sogar noch das alles entscheidende 2:0 (90., Pick) - und feierten am Ende den Coup gegen die Rheinhessen. 2. Runde DFB-Pokal? Lautern ist dabei, Erstligist Mainz nicht.

Skrzybski, Burgstaller, Caligiuri, Mercan: Drochtersen kann Schalke nicht ärgern

Steven Skrzybski (rechts)

Torschütze für den FC Schalke 04 beim Gastspiel beim SV Drochtersen/Assel: Angreifer Steven Skrzybski (rechts). imago images

Bei einem richtig unbequemen Team musste sich der FC Schalke 04 vorstellen. Die Königsblauen gastierten schließlich beim SV Drochtersen/Assel, der in jüngerer Pokal-Vergangenheit nur knapp gegen Gladbach und Bayern München verloren hatte (jeweils 0:1). Die Mannschaft von Neu-Coach David Wagner tat sich anfangs auch schwer gegen den Regionalliga-Nord-Klub, wenngleich Harit den Innenpfosten traf. Die Erlösung erfolgte erst in Minute 44, als Skrzybski zum Schalker 1:0 traf. Kurz nach dem Seitenwechsel fingen sich die Knappen sogar das 1:1, was aber aufgrund einer knappen Abseitsstellung nicht zählte (48.). In der Folge spielte Schalke die höhere Qualität schlussendlich effektiv aus: Burgstaller (61.), Caligiuri (65., FE), Joker Mercan (73.) und Doppelpacker Burgstaller (83.) stellten gegen ein nun überfordertes D/A auf 5:0. Dabei blieb es - und S04 freute sich übers Weiterkommen. Die Fans kritisierten an diesem Tag übrigens Clemens Tönnies.

0:1, 1:1, Verlängerung - und eine tolle Hennings-Hacke

Mit Fortuna Düsseldorf musste ein weiterer Bundesligist bei einem niederklassigen Verein vorstellig werden - genauer gesagt beim FC Villingen 08 (Oberliga Baden-Württemberg). Kein leichtes Unterfangen, wie sich herausstellen sollte: Die Nullachter standen massiert wie sicher, setzten Nadelstiche und gingen kurz vor der Pause sogar nach einem kompromisslosen Einsteigen von F95-Abwehrmann Ayhan via Elfmeter in Front (42.). Der im weiteren Verlauf verletzt ausgewechselte Ampomah brachte den Favoriten jedoch in Abschnitt zwei wieder zurück ins Spiel mit seinem 1:1 (56.).

Mehr passierte nicht mehr innerhalb der 90-minütigen Spielzeit, es ging in die Verlängerung. Dort schlug der für den verletzten Ampomah gekommene Ofori, der nicht angegriffen wurde, mit einem Schuss unter die Latte zu - 2:1 (102.). Villingens Weißhaar besiegelte schließlich mit einem Ellenbogenschlag und der Roten Karte (104.) das Aus. Denn in Unterzahl und in Rückstand konnte man sich nicht mehr erholen. Hennings strich mit einem absolut sehenswerten Hackentreffer sogar noch das 3:1 ein (116.).

Verls Nackenschläge gegen Augsburg sitzen

Ron Schallenberg (Mitte)

Der SC Verl feiert gegen Augsburg nicht nur ein Tor von Ron Schallenberg (Mitte), sondern am Ende auch das Weiterkommen. imago images

Der FC Augsburg erlebte ein Debakel: Zu Gast beim SC Verl aus der Regionalliga West kassierten die Fuggerstädter, die in der vergangenen Saison gerade so unter Trainer Martin Schmidt den Klassenerhalt geschafft hatten, zunächst ein Gegentor, was aufgrund von Abseits nicht zählte (3.). Fünf Minuten später unterlief Suchy ein unglückliches Eigentor, ehe Verls Schallenberg gar das 2:0 erzielte (23.) - und damit zugleich den Halbzeitstand herstellte. Nach der Pause wollte der FCA schnell verkürzen, das gelang Stürmer Hahn aber erst ziemlich spät nach einem selbst herausgeholten Elfmeter (83.). Zu spät: Es blieb beim 2:1 für den feiernden Außenseiter.

Lange Nullnummer - und Waldschmidt in Minute 93

Einen zähen Nachmittag durchlebte der SC Freiburg bei Zweitliga-Absteiger 1. FC Magdeburg, der leidenschaftlich agierte und auch eine SCF-Druckphase in Abschnitt eins gekonnt überstand. Das 0:0 nach 45 Minuten ging in Ordnung. Erst in der 70. Minute kamen die Breisgauer dem 1:0 richtig nahe, konnten die Verlängerung aber nicht abwehren.

Die Extrazeit eröffnete allerdings Freiburgs U-21-Stürmer Waldschmidt eine Lücke im Defensivverbund der Hausherren - und das nutzte der 23-Jährige zum umjubelten 1:0 (93.). Den knappen Vorsprung gegen einen bemerkenswert kämpfenden FCM brachte das Team von Trainer Christian Streich über die Zeit.

Dresden, Bielefeld und Aue feiern Siege

Auch drei Zweitligisten gaben sich an diesem Nachmittag die Ehre - und zogen allesamt weiter: Dynamo Dresden gewann 3:0 (1:0) beim Oberligisten TuS Dassendorf. Die Partie wurde in Zwickau gespielt. Auch Arminia Bielefeld (1:0 beim Regionalligisten Viktoria 89 Berlin) und Erzgebirge Aue (4:1 beim mit Gelb-Rot für Becker geschwächten Regionalligisten Nordhausen) wurden ihrer Favoritenrolle gerecht.

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Bilder zur Partie 1. FC Kaiserslautern - 1. FSV Mainz 05