Avevor-Ausfall wiegt doppelt schwer

St. Pauli droht der Fehlstart

Marvin Knoll

Ist in den nächsten Monaten als Abwehrchef gefordert: St. Paulis Innenverteidiger Marvin Knoll. imago images

1:1 in Bielefeld und dann 1:3 gegen Fürth - St. Pauli wartet noch auf seinen ersten Sieg in der Saison 2019/20. Die Aufgaben werden für die Hamburger nicht leichter: In der Liga geht es erst zum VfB Stuttgart (17. August), dann steht das Nord-Duell gegen Holstein Kiel (26.08.) auf dem Spielplan. Zuvor sind die Kiez-Kicker auch noch im DFB-Pokal gefordert, wo beim Viertligisten VfB Lübeck am Sonntag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) alles andere als ein Freilos wartet. Dem FCSP droht ein Fehlstart!

Für tiefe Sorgenfalten sorgt vor allem die personelle Situation: Mit Finn Ole Becker meldete sich zuletzt ein belebender Offensivspieler mit Wadenproblemen ab und könnte möglicherweise mehrere Wochen ausfallen. Wohl für die komplette Hinrunde wird Kapitän, Abwehrchef und Innenverteidiger Christopher Avevor wegbrechen, der sich gegen die SpVgg das linke Wadenbein brach und sich zudem eine Syndesmoseriss zuzog. "Das ist ein herber Rückschlag für uns", weiß Trainer Jos Luhukay. "Christopher ist als Mensch, als Typ und von seinem Charakter und seinen Eigenschaften her ein sehr wertvoller Spieler."

Und auch einer, den St. Pauli Stand jetzt nicht adäquat ersetzen kann: Der kürzlich genesene Marc Hornschuh sprang gegen Fürth für Avevor ein, brachte aber keine Stabilität (kicker-Note 5) und verlor Gegenspieler Daniel Keita-Ruel beim zwischenzeitlichen 0:2 sträflich aus den Augen. Philipp Ziereis hat dagegen noch zu viel Rückstand, um für den Platz neben Marvin Knoll in Frage zu kommen. "Er ist noch immer nicht zurück", so Luhukay. "Die beiden waren in der erste Halbserie der vergangenen Saison ein sehr starkes Duo in der Innenverteidigung. Jetzt ist Philipp noch keine Alternative."

Neben der teils wackeligen Abwehr bereitet auch die Offensive Sorgen: Trotz 23 Torschüssen in den ersten beiden Liga-Spielen gelangen dem FCSP erst zwei Treffer. Es fehlt an Durchschlagskraft - und an personellen Alternativen. Sportvorstand Andreas Bornemann steht noch vor einem arbeitsreichen August: Nach Luhukays Generalkritik ist er nun gefordert, Verstärkungen zu präsentieren.

cru/br