Bundesliga

Abschied? Klaassen: "Das hätte sich nicht gut angefühlt"

Der Vizekapitän über seine Ziele und die Loyalität zu Werder

Abschied? Klaassen: "Das hätte sich nicht gut angefühlt"

Davy Klassen

Geht bei Werder Bremen weiter voran: Der neue Vize-Kapitän Davy Klaassen, hier im Test gegen Darmstadt mit der Binde am Arm. imago images

"Werder hat mich geholt, als ich schlecht war und eine ganz schlechte Saison hatte", betonte Klaassen im Rahmen einer Medienrunde am Dienstagnachmittag. "Nach nur einer Saison wieder wegzugehen, hätte sich nicht gut angefühlt für mich." Im Sommer 2018 verpflichteten die Grün-Weißen den einstigen Ajax-Star nach einer völlig verkorksten Spielzeit beim FC Everton für die vereinsinterne Rekordablöse von 13,5 Millionen Euro. In Bremen wurde der gleichermaßen spiel- wie laufstarke Mittelfeldakteur prompt wieder zu einer tragenden Säule, fand über die Saison zurück zum auf der Insel verloren gegangenen Rhythmus. Dementsprechend fühlt er sich nun auch gegenüber dem Klub ganz besonders in der Pflicht. Doch während Trainer Florian Kohfeldt bereits äußerte, von Klaassens Verbleib gar bis 2021 überzeugt zu sein, ginge dem Profi selbst ein solches Treuebekenntnis aktuell noch zu weit: "Ich schaue immer nur auf die nächsten Saison."

In dieser kommenden Spielzeit, lautet jetzt Klaassens Ansage, soll eine weitere Steigerung folgen. "Von mir persönlich wie von der gesamten Mannschaft. Es ist Zeit für den nächsten Schritt." Vor allem an seiner Konstanz wolle er weiter arbeiten: "Es gibt nicht die eine spezielle Sache, die ich besser machen will. Aber ich hatte letzten Herbst eine schwierige Phase von ein, zwei Monaten. Ich versuche diesmal, ohne so etwas auszukommen."

Wir haben nicht viele Veränderungen in der Mannschaft und viel mehr Automatismen.

Davy Klaassen

Das Team sei sportlich ohnehin noch gefestigter als zum vergleichbaren Zeitpunkt des Vorjahres, trotz des Verlusts von Max Kruse: "Natürlich war Max wichtig für uns", urteilt Klaassen. "Doch ich hatte vom ersten Tag der Vorbereitung an das Gefühl, dass wir weiter sind als letzten Sommer. Wir haben nicht viele Veränderungen in der Mannschaft und viel mehr Automatismen." Zu spüren bekommen soll das am Samstag selbstverständlich auch Pokalgegner Atlas Delmenhorst. Vorm Duell mit dem Oberligisten erklärt Klaassen: "Wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen. Aber wenn wir das spielen, was wir können, dann wird diese Aufgabe kein Problem."

Thiemo Müller