Reds verpflichten neue Nummer 2

Adrian für Mignolet: Warum Liverpool den Torwart tauscht

Adrian, Jürgen Klopp und Simon Mignolet (v.l.)

Torwartwechsel: Adrian (l.) und Simon Mignolet (mit Jürgen Klopp). imago images/picture alliance

Im Sommer 2018 hatte Simon Mignolet öffentlich über seine Reservistenrolle beim FC Liverpool geklagt und sich strenge Worte von Jürgen Klopp eingehandelt. Ein Jahr später blieb er ruhig - und darf nun endlich wechseln.

Der 31-jährige Belgier, der mangels Konstanz seinen Platz im Tor der Reds erst Loris Karius, dann Alisson hatte überlassen müssen, wechselt zurück in seine Heimat zu Club Brügge, der ihn zur Nummer 1 machen wird und ihm einen satten Fünfjahresvertrag anbot. Mit blumigen Worten beendete Mignolet am Montag sein sechsjähriges Engagement in Liverpool nach 204 Pflichtspielen. Mit Verspätung erhält er "den Abschied, den er verdient", so der "Liverpool Echo".

Eigentlich wollte Klopp Mignolet unbedingt halten

Dabei hatte ihn Jürgen Klopp eigentlich auch in diesem Sommer unbedingt halten wollen, hatte davon gesprochen, mit Mignolet und Alisson "zwei Nummer 1" im Kader zu haben. Doch kurz vor dem Ende der Premier-League-Transferphase am Donnerstag gab der Trainer dann doch seinen Widerstand auf und Liverpool Mignolet die erhoffte Freigabe, weil noch ein angemessenes Angebot einging - Brügge zahlt zunächst sieben Millionen Euro - und Liverpool einen passenden Nachfolger fand.

Nur wenige Stunden nach Mignolets Abschied gaben die Reds die Verpflichtung des Spaniers Adrian bekannt, dessen Vertrag bei West Ham United Ende Juni nach sechs Spielzeiten ausgelaufen war und der deshalb ablösefrei nach Anfield kommt. Der 32-Jährige ist mit bislang 125 Premier-League-Einsätzen der gesuchte erfahrene Vertreter für Alisson.

Adrian will "um alle Titel mitspielen" - gewonnen hat er noch keinen

Adrian war bereits mit einer Rückkehr in sein Heimatland in Verbindung gebracht worden, stattdessen sagt er nun auf der Klubwebsite des amtierenden Champions-League-Siegers, er wolle "alles gewinnen", Stammtorwart "Ali von der ersten Minute an Druck machen" und "um alle Titel mitspielen" - bislang hat er in seiner Laufbahn keinen einzigen verbucht. Im Community Shield am Sonntag (4:5 i.E. gegen Manchester City) hatte Liverpool die erste von sieben möglichen Titelchancen in dieser Saison verpasst.

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jpe