Bundesliga

Mainz: Der Mister X wird ein Leihspieler

Nach dem Gbamin-Transfer wird noch ein Stürmer kommen

Mainz: Der Mister X wird ein Leihspieler

Trainer Sandro Schwarz und Sportvorstand Rouven Schröder (re.)

Im Mainzer Sturm ist noch Bedarf: Trainer Sandro Schwarz und Sportvorstand Rouven Schröder (re.). imago images

Ein Plus von 18,4 Millionen Euro, wie im Sommer 2018, wird es bei den Rheinhessen in diesem Jahr wohl nicht geben. Zumindest wenn sie keinen weiteren Spieler verkaufen und die angestrebte Verpflichtung eines Stürmers und eines Innenverteidigers finalisieren. 2018 ging unter anderem der Verkauf von Abdou Diallo (für 28 Millionen zu Borussia Dortmund), Suat Serdar (für 11 Millionen zu Schalke 04) und Yoshinori Muto (für 11 Millionen zu Newcastle United) über die Bühne, diesmal bringen nur Gbamin und Anthony Ujah Geld in die Kasse.

Der Sockelbetrag bei Gbamin erreicht dabei nach kicker-Information entgegen den Meldungen aus England nicht ganz das Volumen von Diallo. Der FC Everton soll zunächst rund 25 Millionen Euro zahlen. Durch erfolgsabhängige Boni kann der Betrag auf bis zu 27 Millionen steigen. Gemessen an der Tatsache, dass der Ivorer vor drei Jahren "nur" für fünf Millionen vom RC Lens kam, war es "ein guter Deal für den Verein Mainz 05", wie Sportvorstand Rouven Schröder stolz anmerkt.

Transferplus aktuell bei 12,5 Millionen Euro

Da es für Ujah rund 2 Millionen Euro von Union Berlin gab, verzeichnet Mainz 05 in dieser Transferperiode bislang Einnahmen in der Gesamthöhe von 27 Millionen Euro. Diese könnten sich noch steigern, falls Abnehmer für Levin Öztunali und Alexandru Maxim gefunden werden. Auf der Ausgabenseite schlagen bisher Edimilson Fernandes (7,5 Millionen an West Ham United), Ronael Pierre-Gabriel (5,5 Millionen an AS Monaco), Jonathan Meier (1,2 Millionen an Bayern München II) und Cyrill Akono (0,25 Millionen an Preußen Münster), also insgesamt knapp 14,5 Millionen Euro, zu Buche. Das Transferplus liegt aktuell bei 12,5 Millionen Euro.

Damit daraus kein kräftiges Minus wird, plant Mainz bei der Stürmersuche keinen Kauf. "Es läuft auf ein Leihgeschäft hinaus", betont Schröder. Der Hintergedanke ist jedoch auch, dass Mateta und Ji nach ihren Knie-OPs im Laufe der Saison wieder zurückkehren und der Kader nicht aufgebläht werden soll. Der Ersatz für die Langzeitverletzten könnte bereits in dieser Woche kommen. Wer der Mister X sein soll, ist noch unbekannt. Dass der Neue dann bereits am Samstag im DFB-Pokal-Spiel beim 1. FC Kaiserslautern aufläuft, ist jedoch unwahrscheinlich.

Michael Ebert

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