2. Bundesliga

"Bitter, weil er unser größter Ritter in der Schlacht war"

Unglücksrabe Losilla setzt Wahnsinn die Krone auf

"Bitter, weil er unser größter Ritter in der Schlacht war"

Simon Zoller, Anthony Losilla und Manuel Riemann

Trost für den Kapitän: Simon Zoller und Keeper Manuel Riemann mit Unglücksrabe Anthony Losilla (Mi.). imago images

"Es war ein ganz komisches Spiel", zeigte sich nicht nur Bochums Danny Blum auf der vereinseigenen Website verwundert über den Verlauf des Westfalen-Duells zwischen dem VfL und dem DSC. In einer, wie es Trainer Robin Dutt bezeichnete, "strategischen" ersten Hälfte, in der beide Mannschaften auf Augenhöhe agierten, sollte zwar kein Tor fallen, allerdings deutete vor allem der VfL durch zwei Alutreffer an, was in Durchgang zwei folgen sollte - zumindest in etwa.

Es kam noch einmal Euphorie auf, die Fans standen lautstark hinter uns.

Danny Blum

Zunächst ging aus Bochumer Sicht nämlich so einiges schief: "Wir waren zu offen und haben die Klasse von Bielefeld - vor allem bei langen Bällen - vergessen", kommentierte Dutt den Beginn der zweiten Hälfte sowie den DSC-Doppelschlag durch Andreas Voglsammer (54.) und Fabian Klos (56.). Anschließend stellte Bochum taktisch um - und kurz darauf auch das Spiel auf den Kopf. Nach dem Anschluss durch einen Blum-Elfmeter (74.) kam "noch einmal Euphorie auf, die Fans standen lautstark hinter uns", so der ehemalige Frankfurter. "Es folgten der Ausgleich und sogar unsere Führung", beschrieb Blum das Geschehene rund um die Tore von Silvere Ganvoula (79.) und Simon Zoller (85.).

Keine Vorwürfe an Losilla

Letztlich brachten die Bochumer das 3:2 aber nicht über die Zeit. VfL-Kapitän Anthony Losilla bugsierte den Ball in der ersten Minute der Nachspielzeit über die Torlinie - die eigene. "Das dürfen wir eigentlich nicht so hergeben", ärgerte sich Torhüter Manuel Riemann nach Abpfiff über die spät verlorenen zwei Punkte, verlor aber - wie auch Dutt ("Toto kann ich in dieser Situation keinen Vorwurf machen") - kein böses Wort über Losilla (kicker-Note 2,5). Vielmehr betonte er, dass es "natürlich bitter" sei, "weil Toto heute unser größter Ritter in der Schlacht war. So wie er marschiert ist - davor muss man den Hut ziehen", so Riemann. "Deshalb ist er auch unser Kapitän."

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kög