"MoAuba" siegt im Finale gegen Aldossary

Deutsche Premiere: Werder-Profi Harkous ist FIFA-Weltmeister!

Mohammed

Überraschte die Konkurrenz: Mohammed "MoAuba" Harkous. FIFA via Getty Images

Der Sieg des Deutschen ist eine Sensation. Harkous ist zwar über Jahre hinweg konstant unter der Weltelite, mit einem Sieg in London hatte aber niemand gerechnet. So lief Tag drei:

Ein Deutscher von insgesamt sechs war noch im Rennen. Mohammed 'MoAuba' Harkous hatte sich bis ins Konsolenfinale vorgekämpft. Im gesamten Turnierverlauf war es das Halbfinale, denn der Champion wurde erst in einem letzten Spiel zwischen den beiden Konsolenmeistern bestimmt.

Harkous musste warten, denn zunächst durften der amtierende Weltmeister Mosaad 'Msdossary' Aldossary und Fouad 'Rafsou' Fares im Xbox-Finale ran. Der Herausforderer gewann überraschend das Hinspiel mit 2:1. Aber dann drehte Aldossary auf: Der noch ungeschlagene Weltmeister glich erst im Rückspiel aus und zog dann mit zwei Toren Vorsprung davon. Fares gelang zwar noch ein Treffer kurz vor dem Schlusspfiff, aber das reichte nicht mehr. Unter großem Druck stünde er, sagte 'Msdossary' nach dem Spiel, aber er hätte, was es bräuchte, um wieder Weltmeister zu werden.

Harkous gegen Villalba

Für den Wettkampf hatte die FIFA die halbe O2-Arena in London gemietet, und anders als im vergangenen Jahr die Ränge auch voll bekommen. Knapp 1.700 Zuschauer beobachteten die Ereignisse, Spielerentourage natürlich miteingeschlossen.

Dann galt es für den Deutschen im PlayStation-Finale - Harkous gegen den Weltranglistenersten der Konsole, Nicolas 'nicolas99fc' Villalba aus Argentinien. Einen speziellen Plan hatte der Deutsche für diese Begegnung aber nicht dabei. Nach dem Turnier verriet er uns, dass er einfach sein normales Spiel durchgezogen habe.

'nicolas99fc' legte zunächst zwar mit einem gedribbelten Tor vor, dann nutze 'Mo' jedoch den Ballbesitz nach Anstoß und netzte per Finesse-Schuss ein. Anschließend kippte das Match zugunsten des Deutschen. Vier Tore schoss er insgesamt, demontierte seinen Gegner im letzten Drittel des Spiels und provozierte ihn zu vielen Fehlern.

Villalba kommt zurück

Im Rückspiel presste Villalba deutlich stärker und kam auch zu Toren. Harkous seinerseits konnte befreit aufspielen, kassierte aber durch einen dummen Fehler sein zweites Gegentor. Ab da ging es bergab für den Deutschen. 'nicolas99fc' kam immer besser ins Spiel und nun war es 'MoAuba', der zu viele Fehler machte. In allerletzter Sekunde konnte der Argentinier nach einer Ecke einnetzen - und das Spiel musste in die Verlängerung.

Es wurde eine der spannendsten in der FIFA-Historie. Beide Spieler kamen zu Chancen, machten Fehler, trafen das Tor aber nicht. In der letzten Szene der Verlängerung stand dann Villalba allein vor dem Tor, schoss dem Keeper aber genau in die Arme. Dann Elfmeterschießen! Obwohl Harkous mehrere Male patzte, setzte er sich am Ende durch und krönte sich selbst zum PlayStation-Weltmeister. Verdient, das erklärte auch Kontrahent Villalba bei uns.

Grand Final

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Bremer Ekstase: Der Weltmeistercoup von 'MoAuba' in Bildern

Nach dem ersten Favoriten stand der zweite auf der Agenda. Im Grand Final wartete der amtierende Weltmeister Mosaad 'Msdossary' Aldossary auf Harkous. Hier lässt die FIFA auf jeder der Konsolen jeweils ein Spiel austragen, die fremde gilt dabei als "Auswärts". Aldossary kommt zweifelsfrei hervorragend mit der PlayStation klar, Harkous hatte in der Vergangenheit immer wieder über den zu großen Xbox-Controller geklagt. Der Deutsche schlug sich im Hinspiel auf der fremden Konsole gut, schoss sogar das erste Tor. Aldossary glich aus, trotz mehrerer hochkarätiger Chancen blieb es beim 1:1.

Im Rückspiel auf seiner Heimkonsole legte Harkous schnell vor und erhöhte bereits drei Ingame-Minuten später. Deutlich war zu sehen, dass der Deutsche auf seiner PlayStation trick- und variantenreicher agierte. Aldossary zerfiel regelrecht nach den zwei schnellen Gegentoren. Dann warf der amtierende Weltmeister alles nach vorne, aber Harkous' Keeper hielt Schuss um Schuss. Eine verwandelte Ecke brachte 'Msdossary' wieder ran. Aber 'Mo' hatte gelernt und verteidigte weiter stark.

Ungläubiger Weltmeister

Als die Uhr abgelaufen war, konnte der neue Weltmeister es kaum glauben. Vor dem Turnier habe er kaum trainiert, sagte er noch auf der Bühne stehend. Sein Coach Matthias 'STYLO' Hietsch war stolz auf seinen Schützling. Der als Angreifer bekannte Harkous habe bei der WM vor allem mit seiner Defensive geglänzt, erklärte er das Erfolgsgeheimnis. Im Gespräch mit dem frischgebackenen Weltmeister wurde besonders eines schnell klar: Auch zwei Stunden nach seinem Triumpf hatte Harkous immer noch nicht richtig begriffen das er nun Weltmeister ist. Was er zu seinem Sieg sagt, seht Ihr im Video.

Holm Kräusche

Vor dem Spiel gegen Aldossary "in die Hosen geschissen"

Weltmeister Harkous: "Das heute war einfach zu krank"

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