Bundesliga

Füllkrug im Pokal, Sargent in der Liga?

Abwehrmann Groß besteht die Nagelprobe beim SV Werder Bremen

Füllkrug im Pokal, Sargent in der Liga?

Joshua Sargent (links) gegen Michael Keane

Kampf um den Ball: Der auffällige Joshua Sargent (links) misst sich mit Evertons Abwehrmann Michael Keane. imago images

Ganz generell bestätigten sich gegen den FC Everton, das Team aus der englischen Premier League, noch einmal die Eindrücke der vergangenen Wochen. Die offensiven Abläufe bei Werder sind vielversprechend, Yuya Osako setzte sich als Spielgestalter auch gegen die physisch robusten Engländer stark in Szene. Außerdem gefiel im Angriff besonders Joshua Sargent mit Spielfreude und Dynamik. "Er hat es sehr gut gemacht, Pluspunkte gesammelt", attestierte Kohfeldt dem US-Boy, der zur Pause für Niclas Füllkrug gekommen war.

Doch Füllkrug lieferte zuvor ebenso den Beleg, dass er zur Verstärkung werden kann. Mit körperlicher Präsenz, ordentlichem Kombinationsverständnis und einem beherzten Abschluss, der Everton-Keeper Jordan Pickford zu einer Glanzparade zwang. Dabei wartete der Ex-Hannoveraner im Zentrum bisweilen noch auf passende Zuspiele. "Die anderen müssen sich noch daran gewöhnen, dass wir jetzt so einen Stürmertypen haben", schrieb Kohfeldt vor allem den Außenverteidigern ins Stammbuch.

Kohfeldt vor Pokal: "Wir werden Delmenhorst nicht unterschätzen"

Für den Ligastart gegen Düsseldorf in zwei Wochen bleibt Sargent Favorit auf einen Platz in der Anfangsformation. Im Pokal gegen Oberligist Delmenhorst nächsten Samstag (20.45 Uhr) erwartet Kohfeldt aber noch deutlich mehr Ballbesitz und Strafraumpräsenz seines Teams - was für den Stoßstürmer Füllkrug sprechen könne. Generell, versicherte der Fußballlehrer, "werden wir Delmenhorst nicht unterschätzen, ich werde keinen Spieler draußen lassen, der in die erste Elf gehört". Einzige Ausnahme könnte Linksverteidiger Ludwig Augustinsson sein, der wegen einer Überlastungsreaktion rund ums linke Knie noch bis Dienstag pausiert. "Seine Probleme wollen wir nicht mit in die Saison nehmen", sagte Kohfeldt.

Kohfeldt über Groß: "Das würde mich nicht nervös machen"

Florian Kohfeldt und Christian Groß

Vertrauen ist vorhanden: Florian Kohfeldt hat keine Angst, auf Innenverteidiger Christian Groß (30, Werder II) zu setzen. imago images

Daher sei "die Wahrscheinlichkeit hoch", dass im Pokal dieselbe Viererkette wie gegen Everton aufläuft. Also mit Regionalliga-Innenverteidiger Christian Groß, der positiven Überraschung der Vorbereitung. "Das würde mich nicht nervös machen", bekräftigte Kohfeldt das Vertrauen in den 30-Jährigen, der sogar gegen Gylfi Sigurdsson, Theo Walcott und Co. erneut defensiv überzeugte, damit eine echte Nagelprobe bestand.

Eine Gelegenheit, sich in den Vordergrund zu spielen, verpasste dagegen Kevin Möhwald. Kohfeldt hatte kürzlich die Chance für den Mittelfeldspieler bei der Generalprobe in Aussicht gestellt. Doch fehlte Möhwald am Samstag wegen einer Kniereizung. Für den Saisonstart scheint damit Nuri Sahin endgültig gesetzt.

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