Champions-League-Qualifikation: Celtic und Piräus lassen nichts anbrennen

Kopfschütteln und einminütige PK: Van Bommel scheidet mit Eindhoven aus

Mark van Bommel

Leerer Blick: PSV-Trainer Mark van Bommel muss das Aus in der Champions-League-Qualifikation beim FC Basel quittieren. imago images

Mit 3:2 das verrückte Hinspiel gewonnen und durch Neuzugang Bruma (ehemals RB Leipzig) das wichtige Auswärtstor im St.-Jakob-Park erzielt. Selbst bis zur Pause hatte es für die PSV Eindhoven am Dienstagabend beim FC Basel gut mit dem Weiterkommen in der Champions-League-Qualifikation ausgesehen. Am Ende zogen aber die Schweizer weiter, weil Ricky van Wolfswinkel - ausgerechnet ein Niederländer - in der 68. Spielminute den lautstark umjubelten 2:1-Siegtreffer erzielte.

Damit ist der holländische Traum von der Königsklasse, der Traum von den Zusatzmillionen der UEFA geplatzt. Gerade für PSV-Coach Mark van Bommel, den ehemaligen Münchner, ein Wermutstropfen nach der starken Saison 2018/19 (mit 83 Punkten Platz zwei in der Eredivisie hinter Meister Ajax). Auf der anschließenden Pressekonferenz stellte sich der einstige, bärenstarke Mittelfeldabräumer (123 Bundesliga-Partien, 76 CL-Einsätze, Stationen Eindhoven, Bayern, Barcelona und Milan) dann auch den Fragen der Journalisten - allerdings nur wenige Sekunden. Innerhalb der vielleicht einminütigen PK sagte ein sichtlich geknickter, Kopf schüttelnder und wortkarger van Bommel am Ende nur: "Die Enttäuschung ist natürlich ziemlich groß. Egal, ob es verdient war oder nicht, wir haben verloren." Punkt.

Koller ist "happy" - Celtic und Piräus feiern

Große Freude herrschte derweil im Lager des FC Basel um Spieler wie Fabian Frei (ehemaliger Mainzer), Albian Ajeti (Ex-Augsburger) oder Trainer Marcel Koller (früherer Kölner und Bochumer sowie ehemaliger Coach der österreichischen Nationalmannschaft).

Der 58-Jährige sagte im Anschluss: "Es ist ein fantastischer Abend. Ich habe der Mannschaft noch bei der Abschlussansprache gesagt, dass wir das Publikum mitnehmen müssen - und das hat die Mannschaft fantastisch gemacht. Wir sind extrem viel gelaufen, haben viele Zweikämpfe bestritten und haben den starken und gefährlichen Angriff von PSV oft ausgebremst. Wir sind froh, dass wir jetzt schon sicher in der Europa League sind. Da fällt viel Druck im Verein ab - und wir haben in den nächsten Spielen natürlich noch die Chance auf die Champions League. Wir sind alle sehr stolz und happy!"

Marcel Koller

Hat für den FC Basel die Europa-League-Teilnahme sicher - und darf noch von der Königsklasse träumen: Marcel Koller. imago images

Eine Runde weiter und damit einen Schritt näher Richtung CL-Gruppenphase gingen an diesem Abend übrigens auch weitere Klubs - darunter Celtic Glasgow und Olympiakos Piräus. Während der schottische Traditionsklub, Rekordmeister (50 Titel) und amtierende Champion mit 2:0 bei Nomme Kalju gewann (3:0 im Hinspiel), fegten die Griechen nach der Nullnummer im Hinspiel den tschechischen Vertreter Viktoria Pilsen mit 4:0 vom Platz.

Eindhoven muss eine Stufe weiter unten weitermachen

Interessant: Die Pleite in Basel war für die PSV erst die zweite Niederlage in der Geschichte überhaupt gegen eine Mannschaft aus der Schweiz nach der 3:1 Niederlage am 11. März 1964 beim FC Zürich (Viertelfinale im Europapokal der Landesmeister nach 1:0 im Hinspiel).

Eindhoven um Coach van Bommel spielt als nächstes in der Qualifikationsrunde der Europa League gegen FK Haugesund oder Sturm Graz. Der Klub aus Norwegen hat das Hinspiel zu Hause 2:0 gewonnen.

mag

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