St. Pauli: Verteidiger gab Comeback nach langer Verletzung

Nach 681 Tagen: Hornschuh ist wieder da

Scheute keinen Zweikampf: Marc Hornschuh (links) im Duell mit Arminias Reinhold Yabo.

Scheute keinen Zweikampf: Marc Hornschuh (links) im Duell mit Arminias Reinhold Yabo. imago images

Am 16. September 2017 war für Hornschuh nach 69 Minuten Schluss. Im Heimspiel gegen Ingolstadt musste er das Feld nach einer schwachen Partie (0:4, kicker-Note 6) mit Rückenschmerzen verlassen. Damals waren lediglich fünf Spieler im Aufgebot, die es auch beim 1:1 gegen die Arminia in den 21-Mann-Kader geschafft haben: Robin Himmelmann, Christopher Avevor, Daniel Buballa, Waldemar Sobota und eben Hornschuh.

Der Weg zum Comeback war steinig

Was er damals nicht wusste: Es sollte für eine lange Zeit sein vorerst letztes Spiel für die erste Mannschaft der Kiezkicker sein. Die Rückenschmerzen entpuppten sich als komplizierter Bandscheibenvorfall, der Weg zum Comeback erschwerte sich. Hornschuh musste operiert werden und danach langsam einen Mittelweg zwischen Belastung und Regeneration finden, wie er zum "Abendblatt" sagte.

In der vergangenen Rückrunde folgte ein großer Schritt zum Comeback: Hornschuh wurde in der Regionalliga Nord viermal dosiert eingesetzt - je ein Spiel im Februar, März, April und Mai. Dort holte er sich langsam die Sicherheit und das Vertrauen in den eigenen Körper zurück. In der Vorbereitung auf die laufende Saison wurde er von Trainer Jos Luhukay vermehrt als Sechser getestet. "Ich habe mich wohlgefühlt, obwohl es ein bisschen ungewohnt war, weil ich da lange nicht gespielt habe", sagte er im Anschluss an die Generalprobe gegen den SC Heerenveen (1:1).

Comeback gut überstanden

Luhukay schien es gefallen zu haben. Er beorderte den 28-Jährigen beim Pflichtspiel-Start prompt in die Startelf, dort lieferte der gebürtige Dortmunder eine solide Partie ab (kicker-Note 3,5), bis es für ihn in der 63. Minute nicht mehr weiter ging und er durch Niklas Hoffmann ersetzt wurde. Am Dienstag folgte die Entwarnung: Hornschuh wurde wegen Krämpfen ausgewechselt und konnte bereits wieder am Regenerationstraining teilnehmen.

Der Akteur selbst äußerte sich kurz und knapp via Twitter zum Ende seiner Leidensgeschichte: "Ein besonderer Tag. Ein besonderes Spiel."

mxb

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